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Top 10

Eingebrochen, abgestürzt, festgenommen - Kuriose Kriminalfälle 2018

Dumm gelaufen! Manch ein geplanter Coup von Kriminellen ist in Hessen kläglich in die Hose gegangen. Einige Polizei-Mitteilungen der vergangenen Monaten lesen sich wie eine Bilanz des Scheiterns.

Einige Gesetzesbrecher waren 2018 nicht in Topform. In Hessen hat sich so mancher Reinfall zugetragen beim Versuch, andere Leute um ihr Eigentum zu bringen. Eine Auswahl kurioser Missgeschicke bei Einbrüchen, Diebstählen und Drogenvergehen:

Platz 10: Einen Einbrecher im doppelten Wortsinn nimmt die Kasseler Polizei im August in einer Tankstelle fest. Zuvor jagt der Täter (26) einem Mitarbeiter einen gehörigen Schreck ein, als er mit einem Bein plötzlich durch die Zwischendecke kracht. Der Mitarbeiter versucht das Bein des Eindringlings festzuhalten, kommt aber zu spät. Dafür gelingt es ihm später, den Einbrecher in einem Raum neben der Waschanlage einzusperren. Der Täter sitzt in der Falle.

Platz 9: Ein Einbrecher will im September in einer Kasseler Dönerbude sein Magenknurren vertreiben. Nachdem er eine Scheibe eingeschlagen hat, bereitet sich der betrunkene Täter eine Mahlzeit zu. Das Hantieren des Hungrigen bleibt nicht unbemerkt. Ein Zeuge alarmiert die Polizei - und der Einbrecher, 17 Jahre alt, muss auf den weiteren Verzehr verzichten.

Platz 8: Ein berauschter Paketbote fällt der Polizei im September in Darmstadt auf - im Präsidium. Als der 21-Jährige bei den Beamten eine Lieferung abgibt, wird ihnen sofort klar: Der Mann hat Drogen genommen. Die Polizisten ziehen den Boten aus dem Verkehr und leiten Ermittlungen ein.

Platz 7: Handwerklich nicht sonderlich geschickt stellt sich im Juni ein Trio bei seiner Diebestour an. Als sich die Männer auf einer Hanauer Baustelle an Kupferkabeln zu schaffen machen, um sie für den späteren Verkauf zu stehlen, passiert es: Die Täter ziehen sich derart heftige Stromschläge zu, dass sie schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

Platz 6: Ein Schuhdieb wird im Mai mit Hilfe einer aufgeweckten Kinderschar festgenommen. Der Dieb betritt zunächst barfuß ein Geschäft in Darmstadt. Wenig später verlässt er es mit nicht bezahlten Schuhen an den Füßen. Ein Zeuge sieht die dreiste Aktion und folgt ihm auf die Straße. Dort wird er von dem Ertappten angegriffen und bedroht. Als sich der Zeuge danach lieber zurückhält, übernimmt eine Gruppe von Zehn- bis Zwölfjährigen die Verfolgung. Die Junior-Detektive bleiben dem Dieb auf den Fersen und machen eine Polizeistreife mit Handzeichen auf den Täter aufmerksam.

Platz 5: Einem Einbrecher misslingt im Januar in Frankfurt die filmreife Flucht über ein Fallrohr - mit schmerzhaften Folgen: Der Mann stürzt aus dem zweiten Stock ab, zieht sich Knochenbrüche zu. Bei dem Einbruch in ein Bürohaus hat der 27-Jährige die Alarmanlage ausgelöst. In Panik steigt er aus dem Fenster, um an dem Fallrohr die Fassade nach unten zu klettern. Das hält der Belastung aber nicht stand und reißt aus der Verankerung. Der angetrunkene Täter stürzt in die Tiefe.

Platz 4: Eine klägliche Bilanz des Scheiterns hinterlässt im Februar ein Ladendieb in Kassel. An einem einzigen Tag wird er gleich dreimal erwischt. Erst versucht er, Modeschmuck zu stehlen, später hat er es auf eine Armbanduhr und eine Geldbörse abgesehen. Bei seinem letzten Versuch fällt er einem Ladendetektiv in einem Elektromarkt auf, als er mit einem originalverpackten Fernseher durch den Notausgang spazieren möchte. Die Polizei nimmt den betrunkenen Dieb in Gewahrsam.

Platz 3: Geklaute Kaugummis werden im November einem Mann in Kassel zum Verhängnis. Er wird von einem Ladendetektiv erwischt. Als die hinzugerufene Polizei die Personalien des Diebs überprüft, stellt sich heraus: Gegen ihn liegen gleich zwei Haftbefehle vor, unter anderem wegen Diebstahls. Der Mann kommt ins Gefängnis.

Platz 2:  Schnell rein und wieder raus - von dieser Devise hält ein Einbrecher im August in Wiesbaden nicht viel. Als er im Schlafzimmer eines Einfamilienhauses Schmuck findet, legt er sich neben das Bett auf den Boden und begutachtet in aller Ruhe die Kostbarkeiten. Dumm nur, dass neben ihm im Bett der Eigentümer liegt und plötzlich aufwacht. Der Einbrecher kann in der turbulenten Situation entkommen - allerdings ohne Beute.

Platz 1: Eine bizarre Vorstellung liefert ein Mann in Frankfurt beim Versuch, im April eine Bank auszurauben. Der Täter betritt mit zwei eingegipsten Unterarmen die Filiale im Stadtteil Schwanheim und fordert 50 000 Euro. Als ihm am Schalter gesagt wird, dass er kein Geld bekommt, formt er laut späteren Polizeiangaben beide Hände zu einer Pistole und simuliert einen Schuss in Richtung Decke. Er verlässt die Bank, kehrt kurz darauf aber zurück und betont, dass es sich wirklich um einen Überfall gehandelt habe. Die Polizei spricht danach von einer "ungewöhnlichen Tatbegehungsweise"

(dpa)

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