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Einheitliche Software für Stabsarbeit im Katastrophenfall

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Für eine bessere Kommunikation im Katastrophenfall will Hessen eine landesweit einheitliche Software für die Führungsstäbe einführen. Das Computerprogramm sei für die Katastrophenschutzstäbe in den Kreisen und kreisfreien Städten, Regierungspräsidien sowie im Innenministerium vorgesehen, wie ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden erklärte.

Wiesbaden - Aus einer Antwort des Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion geht hervor, dass das Land derzeit Angebote auf dem Markt sondiert, welche Software in Frage kommt.

Mit der Einführung des landeseinheitlichen Programms soll die Kommunikation zwischen den Katastrophenschutzbehörden vereinfacht werden, wie der Ministeriumssprecher erläuterte. Dabei gehe es unter anderem um reibungslose Übergaben an die nachfolgende Besetzung bei Schichtwechsel und eine schnelle Kommunikation der Krisenstäbe untereinander. Zusätzlich soll die Stabssoftware die für den Einsatz relevanten Daten unterschiedlicher Quellen für alle abrufbar darstellen und eine einheitliche Auswertung liefern.

Das Land habe bereits 2017 seine Bereitschaft erklärt, eine landeseinheitliche Stabssoftware zur Verfügung zu stellen, erklärte das Ministerium. Voraussetzung sei aber gewesen, dass alle Katastrophenschutzbehörden verbindlich erklären, diese auch einzusetzen. Im Januar dieses Jahres hätten sich nun laut einer Befragung des Landkreistages alle 21 Landkreise zustimmend geäußert.

Bei der aktuellen Markterkundung würden zunächst die Systeme betrachtet, die bereits in der Landesverwaltung eingesetzt werden, erläuterte das Ministerium. Die Kompatibilität einer landeseinheitlichen Stabssoftware mit den bestehenden Systemen der Polizei sei einer von vielen Faktoren, der bei der Anschaffung wichtig sei. dpa

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