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Eintracht-Trainer hofft auf drei Punkte gegen Ex-Club

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Fußball
Ein Spielball liegt auf dem Rasen. © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Symbolbild

Eintracht Frankfurt mischt in der Fußball-Bundesliga im Kampf um einen internationalen Startplatz mit. Ein Sieg gegen Wolfsburg wäre eminent wichtig. Für Trainer Glasner ist es eine besondere Partie.

Frankfurt/Main - Ein bisschen mehr als üblich kribbelt es bei Oliver Glasner vor dem Bundesliga-Duell von Eintracht Frankfurt mit dem VfL Wolfsburg schon. „Ich würde lügen, wenn ich sage: Das ist ein Spiel wie jedes andere auch. Ich habe in Summe zwei erfolgreiche Jahre dort gehabt. Deshalb ist das ein besonderes Spiel für mich“, sagte der Eintracht-Trainer am Freitag. Für die Partie an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) wünscht sich der 47 Jahre alte Fußball-Lehrer vor allem eins: drei Punkte. „Am besten wir schießen ein Tor mehr als der VfL“, äußerte Glasner seinen Wunsch.

In der vergangenen Saison führte er den VfL in die Champions League und wechselte danach auch deshalb nach Frankfurt, weil sein Verhältnis zum Wolfsburger Sportchef Jörg Schmadtke stark belastet war. Sein monatelanges Schweigen zu seiner Zukunft überschattete im Frühjahr 2021 das Ende einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Dass die Wolfsburger nach seinem Abschied sowohl unter Mark van Bommel als auch unter Florian Kohfeldt in eine sportliche Krise gerieten, wertet Glasners Arbeit bei dem Volkswagen-Club noch einmal auf.

Die hat der Österreicher bei der Eintracht fortgesetzt. Die Hessen befinden sich nach dem jüngsten 3:2-Sieg beim VfB Stuttgart wieder in Schlagdistanz zu den internationalen Startplätzen. Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche betonte in einem Interview der „Frankfurter Rundschau“ (Freitag): „Zu sagen, wir müssen jedes Jahr in Europa spielen, wäre vermessen. Aber es muss unser Ziel und Anspruch sein.“ Generell schaue er eher nach oben als nach unten.

Das Erfolgserlebnis in Stuttgart hat das Selbstbewusstsein der Eintracht-Profis gestärkt. „Dadurch ist einiges abgefallen von der Mannschaft. Ich hatte den Eindruck, dass in dieser Woche alles etwas leichter ging. Da war richtig Zug drin im Training“, berichtete Glasner.

Doch auch die Niedersachsen haben mit dem 4:1 gegen Fürth - dem ersten Sieg seit November - neuen Mut gefasst. „Wolfsburg hat aus der Ferne beobachtet ein bisschen Aufbruchstimmung nach dem Sieg gegen Fürth. Deshalb erwarte ich eine sehr aggressive Wolfsburger Mannschaft, die jetzt nachlegen möchte und viel Qualität in ihren Reihen hat“, warnte Glasner. Der Gegner habe „seinen Kader noch einmal mit vielen Millionen verstärkt. Deshalb ist das eine Mannschaft, die in ganz andere Tabellenregionen gehört.“

Personell kann Glasner fast aus dem Vollen schöpfen. Nur die verletzten Ragnar Ache und Makoto Hasebe fehlen. Der Japaner wird im Abwehrzentrum von Martin Hinteregger ersetzt. „Martin wird definitiv spielen“, kündigte Glasner an. „Ich habe ihn diese Woche sehr engagiert erlebt. Er hat das vollste Vertrauen.“

In den Kader zurück kehren die Offensivkräfte Filip Kostic und Daichi Kamada, die in Stuttgart gefehlt hatten. Kostic habe nach mehreren gesundheitlichen Rückschlägen zwar noch nicht wieder sein volles Leistungsvermögen erreicht. „Aber Filip tut uns auch mit 80 Prozent gut, weil er besondere Eigenschaften hat. Deshalb gibt es spezielle Überlegungen, die ich aber noch nicht verrate“, sagte Glasner. dpa

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