1. Startseite
  2. Hessen

Eintracht will weiter siegen: Kein Mitleid mit Ex-Coach

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Oliver Glasner
Frankfurts Cheftrainer Oliver Glasner an der Seitenlinie in Aktion. © Arne Dedert/dpa/Archivbild

Dass der Trainer auf der Gegenseite Adi Hütter heißt, soll für Eintracht Frankfurt bestenfalls eine Randnotiz sein. Gegen Borussia Mönchengladbach möchten die Hessen den positiven Trend fortsetzen und sich die Chance auf eine neue Bestmarke erhalten.

Frankfurt/Main - Auf Ex-Trainer Adi Hütter wird bei Eintracht Frankfurt im Bundesliga-Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach niemand Rücksicht nehmen. Zumindest erwartet das Eintracht-Trainer Oliver Glasner in der Partie an diesem Mittwoch (18.30 Uhr/Sky). „Für die Spieler, die drei Jahre mit ihm gearbeitet haben, ist es ein spezielles Spiel. Ich hoffe aber nicht, dass sie Mitleid mit dem alten Trainer haben“, sagte der Österreicher am Dienstag.

Glasner schätzt seinen Landsmann als Fachmann und Mensch. Doch auch er möchte natürlich nur zu gerne gegen die strauchelnde Borussia drei Punkte mit nach Hessen zurücknehmen. „Wir gehen wie immer ins Spiel, um zu gewinnen“, sagte er.

Trotz des eigenen sportlichen Höhenflugs und der zuletzt berauschenden Partie gegen Bayer Leverkusen (5:2) erwartet Glasner am Mittwochabend ein sehr schweres Spiel. „Wir werden uns von den letzten drei Niederlagen des Gegners nicht blenden lassen“, sagte der 47-Jährige. Vor dem Gegner habe er große Achtung. „Ich finde, sie sind eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Sie haben viel Wucht und Speed nach vorn. Daher gehen wir mit hundert Prozent Fokus, Respekt und Leidenschaft in das Spiel.“

Das Pfund der Hessen ist ihre konstante Leistung auf einem guten Niveau und die stabile Abwehr. Durch die jüngsten Erfolge hat die Mannschaft viel Selbstvertrauen getankt und ist laut Glasner in der Lage, jedes Spiel zu gewinnen. Für die Eintracht spricht auch die gute physische und psychische Verfassung. So konnten die Frankfurter häufig bis zuletzt nachlegen und einige Spiele in der Nachspielzeit für sich entscheiden.

Nach dem holprigen Saisonstart können die Hessen sogar noch die beste Bundesliga-Hinrunde der Vereinsgeschchte hinlegen. „Erst haben wir den schlechtesten Start hingelegt, jetzt sprechen wir darüber, eine Bestmarke aufzustellen. Fußball ist schon verrückt“, sagte Glasner lachend. Nach dem Kennenlernen im Sommer hatte es eine Weile gebraucht, bis sich Trainer und Team fanden. Nun läuft es rund.

In Mönchengladbach kann Glasner personell fast aus dem Vollen schöpfen. Nicht mitreisen werden allerdings der erkrankte Stefan Ilsanker sowie Jens Petter Hauge. Der Norweger erlitt eine Muskelverletzung und fällt bis zum Start der Rückrunde aus. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Defensivmann Kristijan Jakic. „Er kann die Zähne zusammenbeißen. Ich gehe davon aus, dass er mitfährt“, sagte Glasner.

Während er entspannt in die letzten beiden Partien der Hinrunde gehen kann - am Samstag steht zum Abschluss noch das Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 an -, steht Gladbachs Coach Hütter enorm unter Druck. Nach den letzten Niederlagen trennen die Borussia als Tabellen-13. nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz. dpa

Auch interessant

Kommentare