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Eintracht zankt und patzt in Bochum: „Wir waren nicht da“

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VfL Bochum - Eintracht Frankfurt
Frankfurts Spieler zeigen sich enttäuscht bei Spielende. © Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Ganze fünf Tore hat Bochum in den ersten acht Bundesliga-Spielen geschossen. Die Eintracht lässt gleich drei zu. Der Haussegen hängt schief vor der großen Herausforderung in der Champions League.

Bochum - Ein auf dem Rasen ausgetragener Zank zwischen Torhüter Kevin Trapp und Tuta, eine 0:3-Niederlage beim bis dato sieglosen Schlusslicht VfL Bochum, ein ziemlich angefressener und glückloser Trainer. Viel schlechter hätte es für Eintracht Frankfurt vor dem so wichtigen Champions-League-Spiel des Europa-League-Siegers am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) bei Tottenham Hotspur nicht laufen können. „Vielleicht ist dem einen oder anderen der eine oder andere Erfolg auch ein bisschen zu schnell gegangen. Darüber werden wir sprechen“, kündigte Coach Oliver Glasner nach dem missglückten Bundesliga-Samstag an.

Vor allem für den brasilianischen Verteidiger Tuta wird die Partie ein Nachspiel haben. „Ich weiß nicht, was da los war“, sagte Glasner im Sky-Interview. „Das werden wir auf jeden Fall intern ansprechen.“ Trapp hatte sich in der 70. Minute den unsicher wirkenden Tuta geschnappt und auf ihn eingeredet. Der 23-Jährige riss sich aber los und auf Fernsehbildern sah es so aus, als ob er seinem Torhüter ins Gesicht langen wollte. Bei einer Spielunterbrechung kurz darauf umarmten sich die beiden Streithähne. Tuta sah dann aber beim 0:1 durch Philipp Hofmann schlecht aus.

Er werde mit Trapp und Tuta sprechen, sagte Glasner. „Da wird es deutliche Worte geben.“ Seinen Nationalkeeper nahm der Österreicher schon mal in Schutz: „Es ist gut, wenn Kevin die Jungs auch mal rüffelt, wenn irgendetwas nicht passt. Ganz wichtig ist auch, dass man sich von erfahrenen Spielern auch mal etwas sagen lässt.“

Die vermeintliche Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten war für die schwache Eintracht jedenfalls nicht zu lösen. Statt die Serie von vier Pflichtspielen ohne Niederlage auszubauen und mit breiter Brust nach London zu reisen, gingen die Frankfurter in der Schlussphase von Bochum unter. Hofmanns Führungstreffer (71. Minute) folgte ein Eigentor von Evan Ndicka (87.) und das 3:0 durch Philipp Förster (90.+4). Vor dem ersten Gegentor hatte Rafael Borré den Pfosten getroffen.

„Einstellung, Zweikämpfe, fußballerische Fähigkeiten – es hat von allem gefehlt. Wir haben ein richtig schlechtes Spiel gemacht. Am Mittwoch müssen wir es besser machen“, sagte Sportvorstand Markus Krösche. Beim Hinspiel gegen Tottenham (0:0) hatten diese Eigenschaften die Frankfurter ausgezeichnet. Aber diesmal: „Wir waren nicht gut, wir waren nicht da.“

Bitter war für die Eintracht auch die Erkenntnis, dass die von Glasner gewählte Umstellung auf die Vierer-Abwehrkette und der Verzicht auf Asse wie Makoto Hasebe (nicht im Kader) oder Sebastian Rode und Daichi Kamada (Ersatzbank) nicht aufgingen. „Wir wollen rotieren und wechseln, müssen es aber auch hinbekommen, nicht nur gegen Tottenham gut zu spielen, sondern auch in Bochum Leistung zu zeigen“, sagte Krösche. Vor dem Königsklassen-Rückspiel ist Frankfurt nach den ersten drei Spielen in Gruppe D punktgleich mit dem Zweiten Tottenham (je 4 Punkte). Sporting Lissabon (6) ist Gruppenerster und Olympique Marseille (3) Letzter. dpa

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