Frankfurter Skyline
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Das Licht der aufgehenden Sonne streift die Hochhäuser der Skyline.

Einwohnerzahl Frankfurts erstmals seit 20 Jahren rückläufig

Nach vielen Jahren des Wachstums ist die Einwohnerzahl Frankfurts zurückgegangen. Erstmals nach zwei Jahrzehnten habe die Bevölkerungszahl abgenommen, sagte Stadtrat Jan Schneider (CDU) am Dienstag. „Die Ursachen dafür sind Korrekturen des Melderegisters, aber auch die Folgen der Corona-Pandemie.“

Frankfurt - So waren laut den Angaben zum 30. Juni dieses Jahres 749 421 Bewohner mit Hauptwohnsitz in Frankfurt gemeldet. Damit ist die Einwohnerzahl wieder unter die am 18. Februar 2019 überschrittene Marke von 750 000 gerutscht. Zum Jahresende 2020 hatte es trotz Corona-Pandemie noch einen geringen Zuwachs von 273 Frankfurterinnen und Frankfurtern gegeben. Nun verzeichnete die Stadt einen Bevölkerungsrückgang von 9426 Menschen.

Zur Korrektur des Melderegisters kam es demnach im Zuge der Kommunalwahl und der Wahl zur Kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung am 14. März. Wegen nicht zustellbarer Wahlbenachrichtigungen sei aufgefallen, dass 7247 Menschen nicht mehr in Frankfurt lebten, hieß es. Zudem seien coronabedingt deutlich weniger Menschen an den Main gekommen.

„Die Zuzüge aus dem Ausland, die in den vergangenen Jahren mitverantwortlich für den Zuwachs waren, sind in diesem Jahr deutlich gesunken“, sagte Schneider. Er gehe aber davon aus, dass Frankfurt „nach dem Ende der Pandemie wegen der Wirtschaftskraft und der attraktiven Lebensbedingungen das Wachstum fortsetzen wird“.

Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer in Frankfurt sank laut den Angaben um einen halben Prozentpunkt und beträgt nun 29,5 Prozent. dpa

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