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Elternbund Hessen gegen verlängerte Weihnachtsferien

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Corona und Schulen
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Der Elternbund Hessen hat sich gegen eine mögliche Verlängerung der Weihnachtsferien wegen der steigenden Zahl an Corona-Infektionen ausgesprochen. Die Schulen seien keine Hotspots und Kinder seien keine Virusschleudern, teilte der Verein in Frankfurt am Samstag mit. Die Kinder hätten bereits unter den Schulschließungen im vergangen Jahr gelitten, viele hätte erhebliche Lernrückstände, seien psychisch mitgenommen.

Frankfurt/Main - Fraglich sei auch, wer sich im Falle längerer Ferien um die Kinder kümmern solle.

„Sollen die Eltern wieder Sonderurlaub nehmen, der mit erheblichen Gehaltseinbußen verbunden ist? Und was werden die Arbeitgeber sagen, wenn ihre Fachkräfte wieder mal für einige Tage nicht arbeiten können?“, fragte der Elternbund in der Mitteilung. Die Kinder nach Hause zu schicken sei die einfachste Lösung, sie bringe aber nicht viel. Wenn Kontakte reduziert werden müssten, seien Verbote für Großveranstaltungen oder die Schließung von Weihnachtsmärkten sowie konsequente Kontrollen der 2G- und 3G-Regeln bessere Maßnahmen.

Zuletzt waren immer mehr Stimmen auch für verlängerte Weihnachtsferien laut geworden. In einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme sprach sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina angesichts des dynamischen Corona-Infektionsgeschehens für sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene aus und empfahl mit Blick auf Kinder und Jugendliche unter anderem auch vorgezogene Weihnachtsferien. dpa

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