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Hessen: Wann kommt 9-Euro-Ticket für Bahnfahrer? DB-Regio-Chef nennt frühesten Starttermin

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Von: Vincent Büssow

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Für neun Euro im Monat sollen Bürger Bus und Bahn unbegrenzt nutzen können. Die Entlastungsmaßnahme erntet auch in Hessen Kritik – und kommt später als gedacht.

Frankfurt – Das angekündigte 9-Euro-Monatsticket für Bus und Bahn sorgt weiter für Verwirrung und Uneinigkeit in der Landespolitik und bei Verkehrsverbünden*. Nachdem das Bundesverkehrsministerium erst vor Kurzem einen möglichen Start zum 1. Mai in Aussicht gestellt hatte, äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der DB Regio, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn*, jetzt anderweitig. Die Vorarbeiten seien erheblich, begründete er seine Aussage, wie die FAZ berichtete.

Statt einem Start im Mai könnte das 9-Euro-Ticket ab dem 1. Juni zur Verfügung stehen, sagte der Chef der DB Regio, Jörg Sandvoß, in Frankfurt*. Es müssten noch die genaue Umsetzung und insbesondere die Finanzierung geklärt werden, schreibt die FAZ. Anders als in Hessen*, wo der RMV einen Großteil der Strecke abdeckt, gibt es in anderen Bundesländer eine Vielzahl an Nahverkehrsunternehmen, die alle miteinander koordiniert werden müssten, so der DB-Regio-Chef.

Bahn in blühendem Feld.
Hessen: Das 9-Euro-Monatsticket für Bus und Bahn soll später als gedacht kommen, teilte der Chef der DB Regio in Frankfurt mit. (Symbolbild) © Uwe Zucchi/dpa

9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: Kritik aus Hessen an Entlastungsmaßnahme

Die Bundesregierung hatte das 9-Euro-Ticket als Teils des Entlastungspaketes angekündigt, das den erhöhten Energiekosten begegnen soll. Der niedrige Preis für monatlich unbegrenzten Zugang zu Bus und Bahn soll für insgesamt drei Monate gelten. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir kritisierte das 9-Euro-Ticket. Aufgrund der hohen Kosten, die durch die Umsetzung der Maßnahme entstehen würden, wäre es aus Sicht des Grünen-Politikers besser gewesen, das Ticket kostenlos anzubieten.

Auch Knut Ringat, Geschäftsführer des RMV in Hessen, wies darauf hin, dass noch viele Fragen ungeklärt seien. Wie die FAZ berichtete, sagte er, dass die Verkehrsunternehmen dankbar dafür gewesen wären, wenn sie nicht aus den Medien von dem Vorhaben erfahren hätten. In jedem Fall müsse der Bund für die entstehenden Ausfälle der Einnahmen aufkommen, wiederholte Ringat das Mantra der Verkehrsverbände. (vbu)

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