Entscheidung für Investor: Kritik an Outlet-Center-Plänen

Der geplante Bau eines Outlet-Centers in Gelnhausen und die Entscheidung zugunsten eines Investors sorgt für Diskussionen. CDU und Grüne aus der Opposition im Stadtparlament kritisierten, die Pläne

Der geplante Bau eines Outlet-Centers in Gelnhausen und die Entscheidung zugunsten eines Investors sorgt für Diskussionen. CDU und Grüne aus der Opposition im Stadtparlament kritisierten, die Pläne für das Shopping-Center mit Marken-Fabrikverkauf seien nicht konkret genug. Es gebe bisher eher Absichtserklärungen als unterschriftsreife Verträge, bemängelte Bernd Wietzorek von den Grünen. Auch der CDU fehlten Details, wie das Outlet-Center im Herzen der Stadt genau aussehen soll.

Die Stadtverordneten hatten sich am Mittwochabend dafür entschieden, dem Investor GRK aus Leipzig den Zuschlag zu geben. Der Projektentwickler aus Sachsen hatte sich in der Abstimmung deutlich gegen den Anbieter ITP aus München durchgesetzt.

Der Bau des Shopping-Centers ist in der Kreisstadt im Mainz-Kinzig-Kreis seit geraumer Zeit ein viel diskutiertes Thema. Seitdem es im ersten Anlauf bei der Umsetzung eine Bruchlandung mit einem Investor gab, hat das Thema an Brisanz zugenommen.

Auf die Kritik zu fehlenden Detail-Infos erwiderte Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP), dass in den nächsten Tagen Verträge und weitere Detailinfos folgen würden. Er ist einer der Befürworter des millionenschweren Großprojekts. Er verspricht sich von dem Center eine Belebung des Einzelhandels und eine große Chance zur Innenstadt-Entwicklung.

Das Shopping-Center soll Ende des Jahres 2020 oder Anfang 2021 öffnen. Nach Angaben der Kommune wäre es das erste innerstädtische Outlet dieser Art in Hessen. Entstehen soll es auf rund 10 000 Quadratmetern in einem ehemaligen Kaufhaus, das seit Jahren leer steht.

(dpa)

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