Vergleichsarbeiten liefern Hinweise auf Lernrückstände
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Ein Schüler (r) steht am Smartboard und bearbeitet eine Fragestellung.

Ergebnisse von Vergleichsarbeiten bleiben in Schulen

Um Lernrückstände wegen der Corona-Pandemie bei Hessens Schülern zu erkennen, sind zu Beginn des neuen Schuljahrs in den Jahrgänge vier und neun Vergleichsarbeiten (VERA) durchgeführt worden. Die Ergebnisse dieser zentralen Lernstandserhebungen hätten für die Lehrkräfte und Schulen einen wertvollen Beitrag über die Stärken und Schwächen der Kinder einer Klasse geliefert, erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion in Wiesbaden.

Wiesbaden - Im Schuljahr 2020/2021 konnten die Vergleichsarbeiten wegen der Auswirkungen der Pandemie auf die Schulorganisation nicht durchgeführt werden.

Die schulbezogenen Ergebnisse der Lernstandserhebungen erhielten weder das Kultusministerium noch die Staatlichen Schulämter, erklärte Lorz. Sie blieben ausschließlich auf Ebene der Schulen. Die Ergebnisse würden jedoch den Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern auf Wunsch durch die jeweilige Fachlehrkraft mitgeteilt und erläutert. Auf diese Weise könnten sie eine gute Grundlage für die Beratung und Förderung der Kinder und Jugendlichen in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Eltern sein.

Damit unterschieden sich die zentralen Lernstandserhebungen in Hessen von den erhobenen und öffentlich präsentierten Daten aus internationalen und nationalen Schulleistungsstudien wie Pisa und dem IQB-Bildungstrend, teilte der Kultusminister mit. Die VERA-Ergebnisse sollten in erster Linie für die Lehrkräfte und Schulen einen Impuls für die Unterrichts- und Schulentwicklung liefern.

Die von der OECD organisierte Pisa-Studie ist der größte internationale Schulleistungsvergleich. Im dreijährigen Abstand werden dabei 15-Jährige Schülerinnen und Schüler getestet. Standardmäßig geht es um Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften.

Der Bildungstrend des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) testet im Auftrag der Bundesländer bundesweit die Kompetenzen von Neuntklässlern in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik unter Bezug auf die Bildungsstandards für den mittleren Schulabschluss. dpa

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