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Ermittler nach Messerattacke: Kein versuchtes Tötungsdelikt

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Polizei
Ein LED-Leuchtkasten hängt an einem Polizeirevier. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Nach zwei Messerangriffen in Hessisch Lichtenau gehen die Ermittler nicht mehr von versuchten Tötungsdelikten aus. Die weiteren Untersuchungen in dem Fall ergaben nach Angaben der Kasseler Staatsanwaltschaft vom Donnerstag, dass der Verdächtige in beiden Fällen von einem Tötungsversuch zurückgetreten sei. Damit stehe nun allein der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung im Raum.

Hessisch Lichtenau/Kassel - Ein 38-Jähriger soll am Dienstagabend bei einem Streit in der nordhessischen Stadt seine Ehefrau und einen Mann mit einem Messer schwer verletzt haben. Die 34-Jährige wurde mit einer Stichwunde an der Brust in eine Klinik gebracht, der 50-Jährige erlitt Verletzungen am Bauch.

Die Ermittler gehen nach der Befragung von Zeugen davon aus, dass der 38-Jährige „aus freien Stücken“ von dem 50-Jährigen abgelassen hatte. Damit bestehe „dringender Grund für die Annahme“, dass der Beschuldigte strafbefreiend von dem Versuch der Tötung des Mannes zurückgetreten sei, erläuterte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ähnlich sei es im Fall der angegriffenen Ehefrau.

Der Verdächtige hatte sich widerstandslos festnehmen lassen. Haftgründe lagen aus Sicht der Staatsanwaltschaft nicht gegen ihn vor. Daher sei dessen Freilassung angeordnet worden. dpa

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