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Ein Löffel mit Haushaltszucker liegt auf einem Tisch.

EU-Geld für gezuckerte Schulmilch: Foodwatch fordert Stopp

Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert einen Stopp der Subventionen für gesüßte Schulmilch in Hessen. Hessen habe zusammen mit drei anderen Bundesländern Ausnahmeregelungen geschaffen, um EU-Fördermittel

Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert einen Stopp der Subventionen für gesüßte Schulmilch in Hessen. Hessen habe zusammen mit drei anderen Bundesländern Ausnahmeregelungen geschaffen, um EU-Fördermittel für gezuckerte Milch wie Kakao auszugeben, erklärte die Organisation am Freitag. Zuvor hatte die „Frankfurter Rundschau” darüber berichtet. Die EU hatte zuletzt die Förderung für Hessen erhöht. 650 000 Euro stehen seit diesem Jahr für die Förderung von Milch und Milchprodukten sowie pädagogische Angebote oder Bauernhofbesuche zur Verfügung.

Die Europäische Union hatte 2017 ihr Schulmilch-Förderprogramm reformiert. Den Produkten dürfe möglichst kein Zucker, Salz oder Fett hinzugefügt sein, erklärte die EU. Sie lässt aber zu, dass national Ausnahmeregelungen geschaffen werden können. In einem offenen Brief an den hessischen Kultusminister Alexander Lorz (CDU) kritisiert Foodwatch diese Praxis: Es sei inakzeptabel, dass in Hessen weiterhin der Konsum von Kakao mit einem Zuckerzusatz von bis zu sieben Prozent mit staatlichem Geld gefördert werde. „Mit Ihrer Politik leisten Sie der Fehlernährung von Kindern Vorschub, anstatt sie zu verhindern”, schreibt Foodwatch. Das zuständige Ministerium in Wiesbaden gab auf Anfrage keinen Kommentar zum Thema ab.

(dpa)

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