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EU untersucht Salmonellen-Ausbruch: Zwei Fälle in Hessen

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Die wahrscheinlich mit Schoko-Produkten zusammenhängenden Salmonellenfälle in Deutschland und weiteren europäischen Ländern beschäftigen nun auch zwei EU-Behörden. Die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC haben Untersuchungen zu dem Ausbruch aufgenommen und wollen in der kommenden Woche eine Einschätzung dazu veröffentlichen.

Stockholm/Parma/Wiesbaden - Bislang seien 105 bestätigte Fälle sowie 29 Verdachtsfälle aufgetaucht, die meisten davon bei Kindern im Alter von unter zehn Jahren, teilten die in Parma und Stockholm ansässigen Behörden am Mittwoch mit.

Fast die Hälfte aller bisher gemeldeten Infektionen gab es den Angaben zufolge in Großbritannien, wo bereits am 7. Januar der erste Fall nachgewiesen worden war. In Deutschland sind demnach bislang vier bestätigte und drei mutmaßliche Fälle bekannt. Laut hessischem Gesundheitsministerium sind zwei Verdachtsfälle aus Hessen: Einer sei Ende März im Landkreis Darmstadt-Dieburg gemeldet worden. In den verdächtigen Produkten seien aber keine Salmonellen nachweisbar gewesen. Am Mittwoch wurde ein weiterer Fall im Landkreis Groß-Gerau gemeldet, der noch untersucht werde.

Außerdem habe es nach ersten Verdachtsfällen Kontrollen bei Ferrero in Stadtallendorf gegeben. „Dabei ergaben sich keine Hinweise auf Salmonellenbefunde in den dort hergestellten Produkten“, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Wie EFSA und ECDC weiter mitteilten, ist der Ausbruch durch einen ungewöhnlich hohen Anteil an Kindern gekennzeichnet, die ins Krankenhaus müssen, darunter einige mit schweren Symptomen wie blutigem Durchfall. Bestimmte Schokoladenprodukte seien als wahrscheinlicher Infektionsweg identifiziert worden.

In Deutschland und mehreren weiteren Ländern wurden Produkte wegen des Ausbruchs bereits zurückgerufen. Der Süßwarenkonzern Ferrero hatte am Dienstag mitgeteilt, dass man sich freiwillig und vorsorglich zu dem Rückruf ausgewählter Chargen von Kinder-Produkten entschlossen habe, darunter einige Chargen von Überraschungseiern und Schoko-Bons. Alle Artikel wurden laut Ferrero in Belgien hergestellt. dpa

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