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Ex-Landrat Pföhler erstmals im Untersuchungsausschuss Flut

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Landrat Pföhler
Jürgen Pföhler besucht die Boeselager-Realschule in Ahrweiler nach der Flutkatastrophe. © Thomas Frey/dpa/Archivbild

Der frühere Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, wird am Freitag (ab 18.00 Uhr) erstmals im Landtags-Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“ erwartet. Sechs Tage später jährt sich die tödliche Sturzflut, bei der allein im Ahrtal mindestens 134 Menschen starben und 766 verletzt wurden.

Mainz - Auch die Ehefrau des CDU-Politikers ist als Zeugin zu der Sitzung des Gremiums in den Mainzer Landtag geladen. Beide haben aber bereits angekündigt, von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch zu machen, denn gegen Pföhler ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen womöglich zu später Warnungen und Evakuierungen. Juristisch gilt das als Anfangsverdacht wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung im Amt, wie ein Sprecher der Ermittlungsbehörde in Koblenz sagte.

In der öffentlichen Sitzung (ab 10.00 Uhr) soll vor allem geklärt werden, wo Pföhler in der Flutnacht war. In der Einsatzleitung der Kreisverwaltung soll er sich nur kurz aufgehalten haben, um Innenminister Roger Lewentz (SPD) zu treffen. Das haben mehrere Zeugen im Untersuchungsausschuss ausgesagt.

Die Frage soll mit Hilfe der Aussagen von drei ermittelnden Beamten des Landeskriminalamts sowie mehreren Privatleuten geklärt werden. Darunter soll auch eine Frau sein, mit der Pföhler in der Flutnacht mehrfach telefoniert hat. dpa

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