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„Exit Fossils!“: Greenpeace-Protest bei Fondsanbieter DWS

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Greenpeace-Protest gegen „Greenwashing“
Aktivisten und Aktivistinnen protestieren im Eingangsbereich des Gebäudes der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS. © Boris Roessler/dpa

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben am Dienstagmorgen im Eingangsbereich des Gebäudes der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS protestiert. Ihre Forderung „Exit Fossils!“ („Raus aus den Fossilen“) sprühten sie in roten Buchstaben unter das Firmenlogo in der Eingangshalle, über das sie ölartige schwarze Tropfen hinunterlaufen ließen.

Frankfurt/Main - „Wir protestieren gegen das radikale Nichtstun und die gebrochenen Klimaversprechern der DWS“, sagte Mauricio Vargas, Finanzexperte von Greenpeace. Die DWS habe sich zwar zum 1,5-Grad-Ziel bekannt, doch es fehle ein Klimaplan um dies zu erreichen. Greenpeace habe daher einen Ausstiegsplan mit Richtlinien zum klimaverträglichen Umgang mit Kohle-, Öl- und Gasunternehmen entwickelt. „Um glaubwürdig zu bleiben, muss die DWS uneinsichtige Klimasünder konsequent ausschließen“, sagte Vargas.

Die DWS teilte mit, das Unternehmen stimme mit Greenpeace überein, dass der Klimawandel sofortiges Handeln bedinge, jedoch nicht mit dem Weg der Umweltschützer. „Während Greenpeace den sofortigen Ausstieg aus bestimmten Unternehmen fordert, haben wir als Treuhänderin der Gelder unserer Kunden die möglichen langfristigen und ganzheitlichen Auswirkungen eines umgehenden Ausstiegs auf Wirtschaft und Gesellschaft im Blick“, hieß es in einer Mitteilung. Durch Investitionen in Ölkonzerne habe die DWS als großer Aktionär die Möglichkeit, Druck auf die Unternehmen auszuüben und Verbesserungen anzustreben.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt seit Anfang dieses Jahres gegen Mitarbeiter und Verantwortliche der DWS wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs. Ende Mai hatten Ermittler das Gebäude durchsucht. Hintergrund der Maßnahme waren „Greenwashing“-Vorwürfe. dpa

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