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Experte berichtet von „sensationellem“ Jahr für Wespen

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Wespe
Eine Wespe sitzt auf einem alten Apfel. © Bernd Weißbrod/dpa/Archivbild

Für Wespen herrschen in diesem Jahr in Hessen außergewöhnlich gute Bedingungen. „Aus Wespensicht ist es ein traumhaftes Jahr“, sagte der Biologe Björn Kleinlogel. „Geradezu sensationell.“ Dies liege vor allem an den guten Wetterbedingungen während der Nestbauphase zwischen Mitte April und Mitte Mai. Zu dieser Zeit gründen die Königinnen ihr Nest - von denen in diesem Frühjahr viele durchkamen, wie Kleinlogel erklärte.

Darmstadt - Der Schädlingsbekämpfer aus Darmstadt merkt dies an vielen Aufträgen zum Bekämpfen oder Umsiedeln, auch bei Hornissen-Nestern.

„Ich habe enorm viel zu tun als Umsiedlerin, auch als Beraterin“, berichtete auch Brigitte Martin vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Darmstadt. Die trocken-warme Witterung sei günstig für die Insekten - jedoch dürfe es auch nicht zu heiß werden. Auf ungedämmten Dachböden beispielsweise würden die Nester geradezu „gegrillt“. „Da hilft die dickste Isolationshülle irgendwann nicht mehr. Insbesondere wenn keine Wasserquelle in der Nähe ist.“

Während bei einigen Wespenarten die Nester in diesem Jahr bereits mit ihrer Entwicklung fertig sind, seien die teils nervigen „Kuchentisch-Wespen“ noch bis Ende Oktober unterwegs, berichtete Kleinlogel. Während es im Frühjahr genug Nahrungsquellen in der Natur gebe, müssten die Wespen ihren Bedarf im Hochsommer bei ausgedörrten Wiesen häufig aus anderen Quellen decken. „Und der Weg vom Fallobst zum Zwetschenkuchen ist da nicht weit.“ dpa

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