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Menschen drängen sich in der Innenstadt an den Geschäften vorbei.

Verkaufsoffene Sonntage

FDP: Forderung nach Lockerung für Ladenöffnung am Sonntag

Der politische Streit um verkaufsoffene Sonntage in Hessen geht auch 2018 weiter. Die FDP-Landtagsfraktion erneuerte am Donnerstag ihre Forderung, dass die vier theoretisch möglichen Sonntage pro Jahr

Der politische Streit um verkaufsoffene Sonntage in Hessen geht auch 2018 weiter. Die FDP-Landtagsfraktion erneuerte am Donnerstag ihre Forderung, dass die vier theoretisch möglichen Sonntage pro Jahr nicht mehr an Feste oder Märkte gebunden sein sollten. Mit dem Vorstoß waren die Liberalen bereits Mitte 2016 im Landtag gescheitert. „Die verkaufsoffenen Sonntage sind für den hessischen Einzelhandel wichtig, um vor allem gegenüber der Internetkonkurrenz punkten zu können”, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Jürgen Lenders im Landtag in Wiesbaden. „Mehr Flexibilität schadet nicht, sondern nutzt dem Handel und sichert damit auch Arbeitsplätze.”

Hermann Schaus von der Linken-Fraktion warf der FDP eine verfassungsfeindliche Initiative vor. Sonn- und Feiertage seien per Grundgesetz als „Tage der Arbeitsruhe und seelischen Erhebung” geschützt - und das müsse auch so bleiben. Der CDU-Abgeordnete Klaus Peter Möller verwies darauf, dass die gesetzlichen Regelungen in Hessen derzeit überarbeitet würden. Es stehe außer Frage, dass der verkaufsoffene Sonntag für den Handel eine große Bedeutung habe, sagte Möller. Er bezweifelte jedoch, dass allein geöffnete Läden die Innenstädte belebten, wenn es keinen Anlass wie etwa einen Markt gebe.

(dpa)

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