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FDP-Fraktion kritisiert hohen Papierverbrauch in Verwaltung

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Die FDP-Fraktion kritisiert den hohen Papierverbrauch in der hessischen Landesverwaltung. „Offenbar ist Digitalisierung für die Landesregierung ein Kraftakt ähnlich wie das Erklimmen des Mount Everest, den man nur in Trippelschritten angeht und deshalb weiter Millionen von Papierblättern bestellt“, erklärte der FDP-Digitalexperte Oliver Stirböck am Freitag in Wiesbaden.

Wiesbaden - Die von Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Liberalen präsentierten Zahlen seien der beste Beweis für die nur schleppend vorankommende digitale Transformation der Verwaltung.

Demnach wurden im Jahr 2019 in den Ministerien und den nachgeordneten Bereichen 363.049.500 Blätter Papier bestellt. Ein Jahr später seien es 356.819.750 und in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres 171.275.500 Blätter Papier gewesen. Dieser Verbrauch sei sowohl unter ökologischen als auch unter ökonomischen Gesichtspunkten höchst fragwürdig, kritisierte Stirböck. Für das Papier seien in zweieinhalb Jahren mehr als vier Millionen Euro ausgegeben worden.

Wo es möglich in der hessischen Verwaltung ist, sollte die Schriftformerfordernis abgeschafft und in der behördenübergreifenden Kommunikation Schnittstellen geschaffen werden, forderte der FDP-Politiker als Maßnahmen zur Senkung des Papierverbrauchs. dpa

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