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FDP für mehr Schutz vor Wölfen: Ministerin widerspricht

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Wölfe
Ein Wolf schaut hinter einem Baum hervor. © Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Die FDP fordert Maßnahmen gegen eine zu große Ausbreitung von Wölfen in Hessen. Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) ignoriere bestehende Probleme, sagte die FDP-Abgeordnete Wiebke Knell am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. Die Wolfspopulation wachse, was zeige, dass es keine Bestandsgefährdung gebe. In anderen Bundesländern hätten Spaziergänger stellenweise Angst und es gebe Aufrufe, nicht mehr alleine im Wald zu joggen.

Wiesbaden - Dies könne auch Hessen erreichen.

Ziel müsse sein, akzeptable Populationsgrößen festzulegen, forderte die Abgeordnete. Knell schlug ein aktives Bestandsmanagement nach Vorbild der skandinavischen Schutzjagd vor. In festgelegten Gebieten würden Wölfe dabei nicht geduldet - in anderen verschont.

Abgeordnete der Grünen und Linken konterten, der Antrag sei nicht vereinbar mit Europarecht. Der Wolf sei eine streng geschützte Art. Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) fügte hinzu, dass Wölfe in Hessen noch immer zu den seltensten Wildtieren gehörten. Es gebe vier sesshafte Einzeltiere, ein Wolfspaar und ein Rudel mit Nachwuchs. Von einer rasant steigenden Population könne derzeit nicht gesprochen werden. Die Sorgen von Weidetierhaltern nähme das Ministerium sehr ernst. Es gebe Förderung für Maßnahmen zum Schutz vor Wölfen. Zudem gebe es die Möglichkeit, einzelne Tiere zu schießen, dies aber nur als letztes Mittel.

Der CDU-Abgeordnete Michael Ruhl forderte die Bundesregierung auf, die Voraussetzungen für ein aktives Bestandsmanagement zu schaffen. Der SPD-Abgeordnete Heinz Lotz verwies auf entsprechende Vorhaben der Ampel in Berlin. Die AfD erklärte, Wolfsrudel dürften nicht unkontrolliert wachsen, das zeige der Blick auf andere Bundesländer. Der Bestand müsse strikt begrenzt werden. Dazu müssten auch Hobby-Jäger herangezogen werden. dpa

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