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Feuerwehrverband: Stärkere Fluktuation bei Führungskräften

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Einsatzkräfte der Feuerwehr in Schutzkleidung. © Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Der Landesfeuerwehrverband Hessen (LFV Hessen) registriert eine erhöhte Fluktuation bei Führungskräften in der Freiwilligen Feuerwehr. Vor Jahrzehnten waren Wehrführer, Stadt- oder Gemeindebrandinspektoren mitunter 20 Jahre lang im Amt, berichtete Harald Popp, Geschäftsführer des LFV Hessen, in Kassel. Das sei heute nicht mehr so. „Es ist eine erhöhte Belastung, Führungskraft zu sein“, sagte Popp.

Kassel/Hofbieber - Verwaltungsaufgaben, Übungen für die Kameraden organisieren: Solche Dinge kosten zum Beispiel Heiko Kremer, seit 15 Jahren Gemeindebrandinspektor in Hofbieber, in seinem Ehrenamt einen hohen dreistelligen Stundenbetrag im Jahr. Dafür braucht es laut Kremer verständnisvolle Familien und Arbeitgeber. Kremer wünscht sich eine Erleichterung bei den Lehrgängen, die eine Führungskraft absolvieren muss.

Harald Popp hingegen hält „das Maß an Lehrgängen, wie es aktuell ist, für nötig“. Andere Anreize, beispielsweise von Seiten der Kommunen, seien sinnvoller. Er denkt dabei an garantierte Kindergartenplätze mit gesenkten Beiträgen, freien Schwimmbadeintritt und kostenlose Parkplätze.

Problematische Veränderungen bei den Freiwilligen Feuerwehrleuten insgesamt beobachten weder Popp noch Kremer. Diese Zahlen seien stabil. Zuletzt gab es rund 71.000 freiwillige Feuerwehrleute in Hessen. Das Hessische Innenministerium investiert in diesem Jahr 43 Millionen Euro in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser sowie zur Förderung des Ehrenamtes - nach eigenen Angaben eine Rekordsumme. dpa

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