Ein Flüchtling mit einem Kleinkind.
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Ein Flüchtling mit einem Kleinkind.

Flüchtlngsunterbringung

Flüchtlingszelte sollen bis Jahresende leer sein

Hessen will bis spätestens Ende des Jahres keine Flüchtlinge mehr in Zeltstädten unterbringen. „Derzeit gehen wir davon aus, dass es gelingen kann, die restlichen Zelte im Verlauf des Dezembers

Hessen will bis spätestens Ende des Jahres keine Flüchtlinge mehr in Zeltstädten unterbringen. „Derzeit gehen wir davon aus, dass es gelingen kann, die restlichen Zelte im Verlauf des Dezembers durch feste Bauten zu ersetzen“, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Mittwoch in Gießen. Dazu gehörten Wohncontainer, Holzhäuser oder Leichtbauhallen. An allen Standorten in Hessen laufen demnach die Umbauarbeiten. Auf dem Gelände der landesweit größten Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Gießen stehen bereits zwölf Leichtbauhallen.

Eine solche Halle bietet nach Angaben von Gießens Regierungspräsident Christoph Ullrich (CDU) etwa 150 Menschen Platz. Form und Außenhülle ähneln einem Großraumzelt, im Innern aber sind Wände eingezogen, so dass die Flüchtlinge in abgetrennten Kabinen mit Doppelstockbetten, Spinden und teilweise Fenstern leben können. Sanitäranlagen gibt es allerdings nur draußen auf dem Gelände. Eine Leichtbauhalle kostet etwa 14 000 Euro.

Bei fast 90 Prozent der Unterkünfte für neu ankommende Flüchtlinge handelt es sich Minister Grüttner zufolge um feste Gebäude wie Kasernen oder Hallen. Seit Anfang des Jahres seien rund 30 feste Einrichtungen für die Menschen geschaffen worden. Derzeit leben in Hessens Erstaufnahmestellen rund 26 000 Flüchtlinge, etwa 3300 davon in Zelten. Im Oktober gab es nach Ministeriumsangaben noch über 7500 Plätze. Im Herbst hatte die Landesregierung erklärt, bis zum Winteranfang allen Flüchtlingen ein festes Dach bieten zu wollen. Eine Garantie dafür könne es aber nicht geben, hieß es damals aus Wiesbaden. (dpa) Auch in Limburg-Staffel gibt es noch eine Zeltstadt:

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