Flughafen Frankfurt

Risikogebiete, Einreise, Quarantäne: Welche Corona-Regeln für Reiserückkehrer gelten

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Mit den Sommertemperaturen steigt die Frequenz an Urlaubern, die am Flughafen Frankfurt ab- oder einreisen – trotz Corona. Was für Reiserückkehrer gilt.

Frankfurt – Rund 1,25 Millionen Passagiere zählte der Flughafen Frankfurt* im Mai 2021. Damit sprach man zuletzt von einer beginnenden „Erholung beim Passagieraufkommen“. Voraussichtlich wird die Zahl in den Sommermonaten noch weiter anziehen. Bei vielen Menschen in der Region steigt die Urlaubsfreude*, Flugtickets und Hotel sind gebucht, viele sitzen womöglich schon auf gepackten Koffern.

Wenn da nicht die Frage nach den Einreisebedingungen im Anschluss wäre, die für eine Menge Verunsicherung sorgen. Auch Nachrichten wie die Einstufung von Portugal zum Virusvariantengebiet* ab Dienstag (29.06.2021) trüben womöglich bei einigen Reisenden die Vorfreude. Wer jetzt reisen will, muss sich mit einer Menge Vorgaben und Regeln beschäftigen, die für Reiserückkehrer zu beachten sind. Einiges ändert sich auch situativ – je nach den aktuellen Entwicklungen.

Reiserückkehrer am Flughafen Frankfurt: Einstufung des Reiselands entscheidet über Regeln

Eine wichtige Informationsgrundlage sind derzeit die Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete. Diese werden durch das Auswärtige Amt sowie das Gesundheits- und Innenministerium in gemeinsamer Abstimmung aktualisiert und sind auf der Seite des Robert Koch-Instituts (RKI) zu finden.

In dieser Auflistung werden immer zuerst all jene Gebiete genannt, in denen sich zuletzt Corona*-Regeln geändert haben. Dazu zählen zum Beispiel die zu Variantengebieten hochgestuften Länder Portugal und Russland oder Länder wie Dänemark, Slowenien oder die Niederlande, die seit Sonntag (27.06.2021) nicht mehr als Risikogebiete gelten. Weiter unten auf der Seite des RKI folgen dann vollständige Auflistungen von Ländern, bei denen Reiserückkehrer bestimmte Voraussetzungen zu beachten haben, oder eben nicht.

Für Flugreisende, die etwa am Flughafen in Frankfurt* abfliegen und ankommen, schreiben die aktuellen Regeln derzeit vor, dass man einen negativen Corona-Test, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen muss. Dabei spielt es keine Rolle, ob man aus einem Risikogebiet nach Deutschland fliegt oder nicht. Für Länder und Regionen, die als Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet eingestuft worden sind, gelten darüber hinaus noch weitere Regeln. In all diesen Fällen muss man seine Einreise nach Deutschland über ein Internetportal für Einreisende anmelden.

Reisende warten an einem Flughafen aufs Boarding. Für eine Flugreise sind ein Corona-Test oder Nachweis über Impfung oder Genesung notwendig.

Coronavirus: Diese Reiserückkehrer müssen vom Flughafen Frankfurt direkt in Quarantäne

Bei einfachen Risikogebieten, zu denen Ende Juni etwa Länder wie die Türkei oder Indonesien sowie Teile von Irland, Kroatien und Schweden zählen, genügt für Einreisende ein negativer Corona-Test oder ein Impf- oder Genesenennachweis, um eine Quarantänepflicht nach der Reise zu umgehen. Bei Urlaubern, die in den strenger eingestuften Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten waren, gilt nach wie vor eine Quarantänepflicht.

Regeln für Reiserückkehrer

  • Aus Region ohne Risikoeinstufung:
    Keine Einreiseanmeldung erforderlich
    Negativer Corona-Test, Impf- oder Genesenennachweis für den Flug
    Keine Quarantäne
  • Aus Risikogebiet:
    Einreiseanmeldung erforderlich
    Negativer Corona-Test, Impf- oder Genesenennachweis für den Flug
    Quarantäne entfällt mit negativem Corona-Test, Impf- oder Genesenennachweis
  • Aus Hochinzidenzgebiet:
    Einreiseanmeldung erforderlich
    Negativer Corona-Test, Impf- oder Genesenennachweis für den Flug
    10 Tage Quarantäne, auf 5 Tage verkürzbar mit negativem Corona-Test
    Quarantäne-Ausnahme mit Impf- oder Genesenennachweis
  • Aus Virusvarientengebiet:
    Einreiseanmeldung erforderlich
    Negativer Corona-Test, Impf- oder Genesenennachweis für den Flug (Flugverkehr womöglich eingeschränkt)
    14 Tage Quarantäne

Dabei müssen Menschen, die aus Hochinzidenzgebieten (aktuell etwa Tunesien, Malediven oder Peru) nach Deutschland einreisen, für zehn Tage in Quarantäne. Reisende aus Virusvariantengebieten wie Portugal, Großbritannien oder Russland müssen das für 14 Tage. Das bedeutet, dass sie vom Flughafen aus direkt den Heimweg antreten müssen und zu Hause auch keinen Besuch empfangen dürfen.

Mit einem Test lässt sich die zehntägige Quarantäne aus Hochinzidenzgebieten auf fünf Tage reduzieren, mit einem Impf- oder Genesenennachweis gilt eine Ausnahmeregel für die Quarantäne. Wer aus einem als besonders gefährlich eingestuften Virusvariantengebiet einreist, kann die Quarantäne jedoch nicht umgehen. (Sandra Kathe) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © David Young/dpa

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