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Verwaiste Straßen: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wird dazu aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben (Symbolbild).

Coronavirus

Corona: #StayTheFuckHome - Unternehmer startet online einen Aufruf zu Rücksichtnahme und Solidarität

Ein Mann aus Frankfurt setzt mit seiner Webseite #StayTheFuckHome ein Zeichen und gibt Tipps, wie die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden kann.

  • In Sozialen Medien wie Instagram widmen sich verschiedene Hashtags der Corona-Pandemie.
  • Auch ein Unternehmer aus Frankfurt startet einen Aufruf gegen das Coronavirus
  • Die Webseite #StayTheFuckHome wurde millionenfach angeklickt.
Frankfurt - #StayTheFuckHome: Mit dieser einfachen Botschaft Florian Reifschneider aus Frankfurt dazu auf, wegen des Coronavirus zu Hause zu bleiben. Seine Webseite wurde bereits millionenfach angeklickt und auch auf Twitter wird der Hashtag genutzt.

Online gegen das Coronavirus in Frankfurt: #StayTheFuckHome

Mit dem Aufruf verfolgt der Unternehmer aus Frankfurt das Ziel, möglichst viele Menschen zu sensibilisieren und dadurch die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Weiter erklärt der 29-Jährige: „Jeder soll entsprechend seiner Möglichkeiten die Anzahl der physischen Kontakte zu Anderen minimieren“. Die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Kurve flachzuhalten - das ist derzeit das erklärte Ziel der Politik. Damit soll verhindert werden, dass das Gesundheitssystem an seine Grenzen kommt oder dem druck im schlimmsten Fall nicht standhalten kann. Ein vielfach verwendeter Hashtag auf Twitter ist in diesem Zusammenhang auch #FlattenTheCurve. 

„Selbst-Quarantäne-Manifest“ aus Frankfurt gegen die Corona

Die Webseite #StayTheFuckHome wurde mittlerweile 2,7 Mal aufgerufen. Am positivsten überrascht war Florian Reifschneider aus Frankfurt laut eigener Aussage über die vielen Angebote, die Webseite zu übersetzten. Mittlerweile sind die Tipps zum Umgang mit Corona in 20 verschiedenen Sprachen verfügbar. Auf der Webseite wird nicht nur sachlich über das Coronavirus informiert, um den dringenden Handlungsbedarf einer jeden Person zu verdeutlichen. Es wird auch das sogenannte „Selbst-Quarantäne Manifest“ dargelegt.

In diesem Manifest werden 12 Punkte dargelegt, die eine Ausbreitung des Coronavirus entgegenwirken sollen. Zunächst gilt „Sei nicht panisch, aber wachsam“. Weitere Tipps sind zum Beispiel, sich nicht ins Gesicht zu fassen, Reisen auf ein Minimum zu reduzieren und das Zu Hause nur in unbedingt notwendigen Fällen zu verlassen. 

„Indem Du Dich der Bewegung anschließt und damit das Risiko für Neuinfektionen reduzierst, schützt du dich nicht nur selbst, sondern trägst auch dazu bei, die Ausbreitung für alle anderen einzudämmen, insbesondere für diejenigen, die einem höheren Risiko ausgesetzt sind.“ Rücksicht und Solidarität sind das Gebot der Stunde.

Solidarität in den Sozialen Medien - gemeinsam gegen das Coronavirus

Eine weitere effektive Maßnahme gegen das Coronavirus ist, soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und eine angemessene soziale Distanz zu anderen Menschen zu halten. Dazu ruft auf Twitter der Hashtag #SocialDistancing auf. 

Ein weiterer Trend ist auf Twitter die #stayhomechallenge. Menschen, die freiwillig oder aufgrund einer Corona-Infektion in Quarantäne sind, zeigen ihren Alltag zu Hause. Dabei werden auch Tipps ausgetauscht, wie man es in Quarantäne am besten aushält und es wird sich gegenseitig unterstützt. 

Trotz der Verbreitung von Fake-News über verschiedene Nachrichtenkanäle, zeigen sich die sozialen Medien in Zeiten des Coronavirus auch von ihrer positiven Seite. Zusammenhalt und Unterstützung ist hier möglich, ohne direkten sozialen Kontakt zu haben. Einige Personen denken sich Aktionen aus, um ihren Followern in der Corona-Krise eine Freude zu machen. So gibt beispielsweise der Pianist Igor Levit regelmäßig „Hauskonzerte“, die er auf Twitter streamt, da viele Konzerthallen mittlerweile geschlossen haben. Aktionen solcher Art machen #StayTheFuckHome definitiv leichter.

Von Josephine von der Haar

#SocialDistancing, #StayTheFuckHome und weitere Maßnahmen wirken sich auch auf den Nahverkehr in Frankfurt und ganz Hessen aus: In vielen Landkreisen steigen die Verkehrsgesellschaften auf Ferienfahrpläne um.

Schon einen Tag vor der offiziellen Schließung vieler Läden wegen des Coronavirus ist in Frankfurt alles verlangsamt und teils verwaist.

Unterdessen berieten sich die Kliniken in Hessen auf den Coronavirus-Ernstfall vor. Das hat OP-Absagen zur Folge.

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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