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Frankfurt muss Impfaktionen mangels Impfstoff absagen

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Impfung
Ein Mann wird geimpft. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Die Stadt Frankfurt sieht ihre Impfkampagne durch fehlenden Impfstoff ausgebremst. Obwohl die Impfaktionen des Gesundheitsamtes von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen würden und die Nachfrage zuletzt stark angezogen habe, müsse die Stadt nun ihre Impfangebote einschränken - weil die vom Gesundheitsamt bestellten Impfstoffmengen von Seiten des Bundes einseitig reduziert worden seien, teilte das Gesundheitsamt am Montag mit.

Frankfurt - Von diesem Dienstag (30.11.) an seien keine Impfungen an der Hauptwache mehr möglich. „Auch Sonderimpfaktionen müssen abgesagt werden“, hieß es. Auch für die erst am Morgen gestartete Neuauflage des Impf-Expresses in einer Straßenbahn reiche es nicht mehr, er müsse ab Dienstag pausieren, bis hoffentlich demnächst wieder ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe.

Statt der bestellten 19.380 Dosen erhalte Hessens größte Stadt nur rund 6000 Impfdosen des Impfstoffes Comirnaty von Biontech und maximal 4000 Dosen Spikevax von Moderna. In der Impfallianz ist dagegen vorgesehen, dass der öffentliche Gesundheitsdienst seine Impfungen ausweitet. So soll die Stadt Frankfurt pro Woche rund 19.000 Personen impfen. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sollen weitere rund 31.000 Impfungen pro Woche durchführen. Doch dieses Ziel rücke mangels Impfstoff „in weite Ferne“, hieß es.

„Ganz Frankfurt ist stinksauer auf Berlin - und mir fehlen ehrlich gesagt die Worte“, erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Gerade erst habe er den Startschuss für den Impf-Express gegeben und an die Menschen appelliert, sich impfen zu lassen. „Jetzt soll es das schon wieder gewesen sein für diese tolle Aktion. Nicht weil es an Impfwilligen fehlt, sondern an Impfstoff“, so der Oberbürgermeister. „Und das in einer Situation, in der die Infektionszahlen nur eine Richtung kennen - steil nach oben. Dafür fehlt den Menschen zu Recht jedes Verständnis.“ dpa

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