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Der Busfahrerstreik in Hessen ist (vorerst) beendet.

Schlichtung hat begonnen

Frankfurt am Main: Streik in Hessen beendet - Busse fahren (vorerst) wieder

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  • Florian Leclerc
    Florian Leclerc
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    Anna Grösch
  • Kerstin Kesselgruber

Nach dem Streik der Busfahrer in Hessen hat die Schlichtung begonnen. Mit der Friedenspflicht fahren die Busse landesweit vorerst wieder. 

  • Die Fahrer privater Busunternehmen in Hessen haben am Montag ihren fast zweiwöchigen Streik vorerst beendet.
  • Zahlreiche Busse in Frankfurt, Offenbach und anderen Städten fielen während des Streiks aus
  • Die Busfahrer wollen Druck in den Tarifverhandlungen mit den privaten Busunternehmern ausüben
  • Verdi und LHO einigen sich auf eine Schlichtung.
  • Alle Infos im Überblick zur Situation in Frankfurt und Hessen 

Update vom Dienstag, 03.12.2019, 8.25 Uhr: Nach fast zwei Wochen Streik fahren seit Montag die Busse im hessischen Nahverkehr wieder. Pendler und Schüler kamen am Montag (02.12.2019) wieder ohne größere Verzögerungen an ihre Ziele, nachdem Verdi und der Landesverband hessischer Omnibusunternehmer (LHO) am Vormittag die Schlichtung des festgefahrenen Tarifkonflikts begonnen haben. Über das Verfahren wacht der frühere RMV-Geschäftsführer Volker Sparmann. Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.

Streik der Busfahrer in Hessen: Busse fahren ab Montag wieder

Update vom Montag, 02.12.2019, 06.15 Uhr: Zwei Wochen hat der Streik der Busfahrer gedauert. Von Montag (2.12.) an können Pendler in Hessen wohl wieder wie gewohnt mit dem Bus zur Arbeit fahren. Am Montag soll das Schlichtungsverfahren zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern beginnen, wie beide Seiten bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt hatten. Der unbefristete Ausstand von mehr als 3000 Fahrern hatte in zahlreichen hessischen Städten - darunter Frankfurt, Darmstadt und Kassel - den Busverkehr in weiten Teilen lahmgelegt. 

Die kürzlich vereinbarte Schlichtung soll wieder Bewegung in den festgefahrenen Tarifstreit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bringen. Verdi fordert für rund 4400 Busfahrer unter anderem eine Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro pro Stunde. Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer hatte sein erstes Angebot einmal aufgestockt, was Verdi aber nicht genügte.

Streik der Busfahrer in Hessen endet nach fast zwei Wochen

Update vom Sonntag, 01.12.2019, 11.20 Uhr: Nach fast zwei Wochen endet morgen der Busfahrer-Streik in Hessen. Zumindest vorerst. Denn mit dem morgigen Montag soll das Schlichtungsverfahren zwischen Verdi und der Arbeitgeberseite wieder in Gang kommen. Ziel: Eine Lösung im Tarifstreit. Dafür wurde mit dem früheren RMV-Chef Volker Sparmann ein Experte eingeschaltet. Er vermittelte bereits vor zwei Jahren in den festgefahrenen Verhandlungen zwischen den Busfahrern in Hessen und ihren Arbeitgebern. 

Eine Einigung gilt nach auszehrenden Streik-Tagen zwar als wahrscheinlich. Sollte diese aber nicht zustande kommen, drohen erneut Ausfälle bei den Bussen. Verdi hat sich vorbehalten, den unbefristeten Streik wieder aufzunehmen, sollte die Schlichtung scheitern. Für tausende Fahrgäste heißt es also: Daumen drücken. Am heutigen Sonntag bleiben die  Busse noch in den Depots. Zum Start in die Woche soll alles wieder regulär fahren. 

Update vom Samstag, 30.11.2019, 18.28: Das Ende des wochenlangen Busfahrer-Streiks in Hessen ist jetzt in greifbarer Nähe. Ab Montag, 02.12.2019, greift die Friedenspflicht. Jede Menge Hessen waren von den Ausfällen betroffen - nicht alle hatten Verständnis dafür. So schrieb eine Userin auf Facebook: „Es gibt noch andere Berufsgruppen, zum Beispiel Schulbegleiter, Pflegekräfte, die viel Verantwortung haben und trotzdem mies bezahlt werden. Langsam reicht es. Wir können es uns nicht leisten zu streiken.“ 

Kritisch äußerte sich auch ein anderer User, der schrieb: „Ein verlängertes Wochenende für die "Streikenden" ist doch nicht zu verachten, oder? Ironie off.“ Er verweist damit darauf, dass der Termin für die Verhandlungen schon einige Tage steht - trotzdem aber in der vergangenen Woche noch gestreikt wurde. 

Busstreik in Hessen: Trotz Einigung wird weitergestreikt - Auch RMV-Busse stehen

Andere wiederum äußern Verständnis: „Für eine gerechte Bezahlung nehme ich jeden weiteren Tag in Kauf.... Wer sich hier aufregt dem geht es wahrscheinlich gut genug.“

Update vom Freitag, 29.11.2019, 11.37 Uhr: Weihnachtsmarkt in Frankfurt? Da lohnt es sich, die Schwierigkeiten in Kauf zu nehmen, den der Bus-Streik in Hessen an diesem Wochenende nochmal verursacht. Vor dem Streik-Ende am Wochenende kommt es zu zahlreichen Ausfällen. Nahezu alle der 64 Buslinien in Frankfurt werden bestreikt. Wo genau die Busse stehen bleiben, dazu macht der RMV keine Angaben. Planmäßig fahren jedoch:

  • Die Buslinie 35 (Sachsenhausen Lerchesberg – Stresemannallee/Mörfelder Landstraße) 
  • Die Midibuslinien in Sachsenhausen (45, 47 und 48) 
  • Die Kleinbuslinien 57 in Zeilsheim sowie 81 und 82 in Oberrad 
  • Die Buslinie 551 (Gravenbruch Ost – Enkheim – Bad Vilbel)

Busstreik in Hessen: RMV empfiehlt Umstieg auf U-Bahn, Tram und S-Bahn

Mit der Friedenspflicht von Montagmorgen an sollen dann alle Bus-Linien in Frankfurt wieder regulär fahren. Bis dahin empfiehlt der RMV den Umstieg auf U-Bahn, Tram und S-Bahn. 

Update vom Mittwoch, 27.11.2019, 16.40 Uhr: Trotz der Einigung auf eine Schlichtung streiken die Busfahrer privater Unternehmen in Hessen bis einschließlich Sonntag (01.12.2019) weiter. Dass die Gewerkschaft Verdi den Streik jetzt nicht sofort beendet, hat viele Fahrgäste am Mittwoch (27.11.2019) enttäuscht. 

So äußerte sich zum Beispiel der Twitternutzer „Mintendo“: „Ich habe absolutes Verständnis für die Forderungen der Busfahrer. Aber abbekommen tun es Menschen, die oft ähnlich wenig Geld haben und nicht einfach aufs Auto etc umsteigen können.“

Frankfurt: Festhalten am Streik der Busfahrer hat rechtliche Gründe 

Das Festhalten am Streik habe in erster Linie rechtliche Gründe, erklärte Verdi-Sprecherin Ute Fritzel auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa): Die Busfahrer hätten sich in der Urabstimmung vor zwei Wochen für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. „Die können dann jetzt nicht einfach so aufhören.“

Mit dem Abstimmungsvotum sei beschlossen worden, dass der Streik erst ende, wenn entweder ein Ergebnis im Tarifstreit vorliege oder die Verhandlungen wiederaufgenommen würden. Das sei eben erst mit Beginn der Schlichtung am kommenden Montag der Fall. 

Zwar hätte theoretisch die Möglichkeit bestanden, die Busfahrer nach der Einigung auf Schlichtung über ein früheres Streikende abstimmen lassen. Das hätte jedoch einen großen logistischen Aufwand bedeutet, so Fritzel. „Das wäre auch nicht schneller gegangen.“

Streik der Busfahrer in Hessen geht bis Sonntag weiter

Update vom Dienstag, 26.11.2019, 16.40 Uhr: Noch bis Sonntag werden die Busfahrer in Hessen weiter streiken. Danach beginnt die Schlichtung, auf die sich der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und Verdi am Dienstag, 26.11.2019, verständigt haben. Das teilt der LHO in einer Pressemitteilung mit. Die Schlichtung soll demnach am Montag, 02.12.2019, beginnen. Bis dahin werden die Streiks weitergehen, ab Montag greift dann eine Friedenspflicht. 

Update vom Dienstag, 26.11.2019, 12.05 Uhr: Zurzeit verhandeln die Konfliktparteien im hessischen Busfahrerstreik über eine Schlichtung. Nach einer Woche könnte so Bewegung in den festgefahrenen Tarifstreik kommen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, verhandele man über das Schlichtungsangebot der Arbeitgeberseite. Das sagte demnach Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel. Ob am Mittwoch weitergestreik werde, steht derzeit noch nicht fest. 

Busstreik: Verdi und Arbeitgeber verhandeln über Schlichtung

Am Dienstag, 26.11.2019, sind erneut 3100 Busfahrer und Busfahrerinnen dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Der Streik hatte in der vergangenen Woche große Teile Hessen lahmgelegt. Betroffen waren auch die Städte Frankfurt, Darmstadt, Kassel, Offenbach oder Fulda.

Update vom Dienstag, 26.11.2019, 6.15 Uhr: In ganz Hessen werden am heutigen Dienstag (26.11.2019) die Streiks der Busfahrer bei privaten Unternehmen fortgesetzt. Der unbefristete Arbeitskampf geht damit in die zweite Woche.

Mittlerweile sind mehr Linien betroffen als zu Beginn des Streiks am vergangenen Dienstag (19.11.2019). Im Landkreis Offenbach beispielsweise werden die Expressbuslinien X17, X19, X64 und X83, die Linien 567, 653, 662 und 663, die Linien OF-30, OF-50, OF-85, OF-86 sowie die Nachtbuslinien n65, n71 und n72 bestreikt. Auch im Lahn-Dill-Kreis und im Rheingau-Taunus-Kreis wurden die Streiks ausgeweitet.

Am Montag (25.11.2019) hatte die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi den Streik trotz eines neuen Vorstoßes der Arbeitgeber nicht unterbrochen. Zu den Details der Offerte schwiegen beide Seiten. Verdi teilte am Montagabend mit, dass für Dienstag eine Beratung für eine mögliche Schlichtung vereinbart sei.

Hessen: Streik der Busfahrer geht in die zweite Woche

Update vom Montag, 25.11.2019, 17.22 Uhr: Auch am morgigen Dienstag (26.11.2019) werden die hessischen Busfahrer privater Omnibusunternehmen weiter streiken. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Am Morgen wurde noch auf ein Ende des Konflikts gehofft, nachdem der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) der Gewerkschaft Verdi ein neues Angebot unerbreitet hatte. 

Trotz stundenlangen Beratungen soll der unbefristete Arbeitskampf nun aber in Woche zwei gehen. "Die Fortführung des Streiks ist erst einmal sehr enttäuschend", sagte LHO-Geschäftsführer Tuchan. "Wir haben zu erkennen gegeben, dass wir bereit sind, uns weiter zu bewegen", sagte der LHO-Vertreter, ohne weitere Details zum Angebot zu nennen. "Die Gewerkschaft weigert sich aber weiterhin, sich mit der wirtschaftlichen Situation der Betriebe auseinander zu setzen." Belastet würden vor allem die Fahrgäste.

Bus-Streik in Hessen: Auch in Frankfurt wird weiter gestreikt

Update vom Montag, 25.11.2019, 10.39 Uhr: Pendlerinnen und Pendler in Hessen können wohl auf ein Ende des Busfahrer-Streiks hoffen. Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zeigte sich in dem zähen Tarifkonflikt kompromissbereit. 

Man habe Verdi einen neuen Vorschlag unterbreitet, um die Streiks „schnellstmöglich zu beenden“, sagte der Geschäftsführer Volker Tuchan am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Frankfurt. Details nannte er nicht. Verdi hatte am Wochenende angekündigt, über den Vorschlag des LHO zu beraten.

Seit Dienstag (19.11.2019) streiken die Fahrer privater Busunternehmen für Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub. Die Gewerkschaft Verdi will am Montagnachmittag (25.11.2019) verkünden, ob sie weiter streikt.

Hessen: Streik der Busfahrer auch am Montag

Update vom Montag, 25.11.2019, 6.29 Uhr: Die Streiks der Busfahrer privater Busunternehmen werden am Montag fortgesetzt. Das ist der siebte Streiktag in Folge. 

Die Arbeitnehmer wollen ihre Forderungen nach mehr Lohn weiter untermauern. Die Arbeitgeber hatten der Gewerkschaft Verdi am Sonntag schriftlich ein neues Angebot vorgelegt. Dieses Angebot soll am Montag in der Gewerkschaft diskutiert werden.

Hessen: Streik der Busfahrer wird fortgesetzt

Update vom Sonntag, 24.11.2019, 13.15 Uhr: Es kommt Bewegung in den Tarifkonflikt zwischen der privaten Busbranche in Hessen und den streikenden Fahrern. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Sonntag in Frankfurt mit, die Arbeitgeberseite habe schriftlich ein neues Angebot vorgelegt. Details über die Inhalte dieses Angebots wurden jedoch nicht genannt. 

Haben die Busfahrer-Streiks damit also ein Ende? Mitnichten! Die Streiks sollen trotz des neuen Arbeitgeberangebots auch am Montag fortgesetzt werden, um die Forderungen der Busfahrer weiterhin zu untermauern. Das Angebot der Arbeitgeber wird die Arbeitnehmerseite laut Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel am Montag intern bewertet und darüber beratschlagt, ob die neuen Angebote akzeptiert werden können. 

Auch am Freitag hatten laut Verdi über 3.000 Busfahrer gestreikt. Der Montag wird der siebte Streiktag sein - Ende noch nicht in Sicht.

Frankfurt: Busfahrer-Streik in Hessen geht am Wochenende weiter

Update vom Sonntag, 24.11.2019, 8.16 Uhr: Das vorläufige Fazit für das Streik-Wochenende ist positiv. „Die Beteiligung war heute etwas geringer, weil der reguläre Fahrplanbetrieb am Samstag ja auch ausgedünnt ist. Die Stimmung bei den Kolleginnen und Kollegen ist weiter gut. Sie erhalten Solidaritätsbekundungen, das stärkt den Durchhaltewillen", sagt Streikleiter Jochen Koppel. 

ver.di fordert die Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde. Der Urlaub soll auf 30 Tage innerhalb der geforderten 5-Tage-Woche erhöht werden (derzeit sind es 25 Tage). ver.di-Mitglieder sollen zwei zusätzliche Urlaubstage erhalten. Außerdem fordert ver.di, fahrplanbedingte Pausen/Wendezeiten komplett zu vergüten.

Update vom Samstag, 23.11.2019, 18.32 Uhr: Schon am Freitag war bekannt geworden, dass der Busfahrer-Streik in Hessen auch am Wochenende weitergeht. In Limburg beteiligen sich 40 Busfahrer der Firma Medenbach an dem Streik. Für sie geht es um mehr als nur eine Gehaltserhöhung. 

„Wir wollen Respekt und Anerkennung dafür, was wir täglich leisten!“, forderte etwa Telli Celik gegenüber fnp.de. Er ist seit siebeneinhalb Jahren als Busfahrer tätig und nahm am Freitag an einer Kundgebung teil. Viele hätten nur das Bild im Kopf, dass Busfahrer auf zwei Knöpfe drücken und ansonsten einen bequemen Job hätten. Celik klärt jedoch auf: „Wir konzentrieren uns auf den Verkehr, achten auf die Sicherheit, haben die Pünktlichkeit im Blick, wir sind Kassierer, tanken den Bus, putzen ihn und erledigen Schreibkram zu unseren Touren.“ 

Gewerkschaftssekretär und Verhandlungsführer Jochen Koppel zählte die Forderungen auf. Man verlange einen Stundenlohn von mindestens 16,60 Euro. „Da wurde mir gesagt, diese Forderung sei eine bodenlose Frechheit“, erzählt Koppel. Die Arbeitgeber hätten 15,50 Euro angeboten. Das seien gerade mal 25 Cent mehr. Zudem fordern die Busfahrer 30 statt 25 Urlaubstage und eine bessere Regelung der Pausenzeiten.

Frankfurt: Busfahrer-Streik in Hessen: Starke Behinderungen am Wochenende 

Update vom Freitag, 22.11.2019, 15.55 Uhr: Der Busfahrer-Streik in Hessen wird auch am Wochenende fortgesetzt. Man warte weiter auf ein besseres Angebot der Arbeitgeberseite, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel am Freitag. „Da dies bisher ausblieb, werden wir auch am Wochenende weiter streiken.“ Betroffen waren am Freitag erneut unter anderem die Städte Frankfurt, Kassel, Fulda und Hanau.

Update vom Freitag, 22.11.2019, 6.44 Uhr: Die Fahrer privater Busunternehmen in Hessen setzen ihren Streik am Freitag fort. Betroffen sind wie schon an den vergangenen Tagen zehntausende Pendler in zahlreichen Städten, darunter Frankfurt, Darmstadt, Kassel und Fulda. Die Busfahrer streiken bereits seit Dienstag für Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub.

Am Donnerstag (21.11.2019) hatte die Gewerkschaft Verdi den Ausstand ausgeweitet. Auch Busfahrer in Wiesbaden, Hofheim, Wallau und Kriftel wurden dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. In Darmstadt beteiligten sich zusätzlich die Straßenbahnfahrer an einem Solidaritätsstreik. Insgesamt sind am Donnerstag laut Verdi knapp 3300 Frauen und Männer nicht zur Arbeit erschienen.

Wie Sie Ihr Geld für bereits bezahlte Fahrkarten zurückbekommen und Alternativen finden können, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Busfahrer-Streik in Hessen.

Hessen: Busfahrer-Streik in vielen Städten und Kommunen

Update vom Donnerstag, 21.11.2019, 7.29 Uhr: Pendler in Hessen brauchen auch am Donnerstag Geduld: In Frankfurt werden nach Angaben des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) am dritten Streiktag der Busfahrer „nahezu alle der 64 Frankfurter Buslinien bestreikt“. 

In Darmstadt entfallen die Stadtbuslinien. Zusätzlich fahren dort am Donnerstag wegen eines 24-stündigen Solidaritätsstreiks nur etwa die Hälfte der Straßenbahnlinien. Das teilte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Morgen mit. 

In Wiesbaden und im Main-Taunus-Kreis entfallen einige Regionalbuslinien. Bis zu 100 Busfahrer legen dort ihre Arbeit nieder. Ausfälle gibt es auch in Fulda, Gießen und Offenbach.

Hessen: Gewerkschaft hat noch mehr Busfahrer zum Streik aufgerufen

Update vom Donnerstag, 21.11.2019, 6.24 Uhr: Die Fahrer privater Busunternehmen in Hessen gehen an diesem Donnerstag (21.11.2019) in den dritten Streiktag. Für die Fahrgäste dürfte es dabei noch komplizierter werden, von A nach B zu kommen. 

Denn die Gewerkschaft Verdi hat jetzt auch Busfahrer in Wiesbaden, Hofheim, Wallau und Kriftel aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Außerdem sollen die Fahrer der Straßenbahnen in Darmstadt sich in einem 24-stündigen Solidaritätsstreik anschließen. 

Am Mittwoch (20.11.2019) hatten sich laut Verdi erneut rund 3100 Busfahrer in mehreren hessischen Städten an dem unbefristeten Ausstand beteiligt. Darunter waren Frankfurt, Darmstadt, Kassel und Fulda. 

Die Gewerkschaft hatte schon vorher angekündigt, so lange weiter streiken zu wollen, bis ein besseres Angebot vorliege. Der Tarifkonflikt ist nämlich festgefahren, denn auch der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zeigte sich zuletzt unnachgiebig.

Eine Auflistung aller Linien bietet der RMV auf seiner Homepage.

Busfahrer-Streik in Hessen: Geldprämie für Fahrer in Hanau

Update vom Mittwoch, 20.11.2019, 16.51 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi ist zufrieden mit der Beteiligung am aktuellen Busfahrer-Streik in Hessen. Am ersten Streiktag sollen sich rund 3100 Busfahrer an dem Ausstand beteiligt haben. 

Aber laut Verdi waren auch einige Streikbrecher unterwegs. Wie Verdi mitteilt, soll der Hanauer Betriebsleiter sogar eine Geldprämie für Fahrer ausgelobt haben, die trotz Streiks fünf Tage lang fahren. In anderen Orten sollen Unternehmen versucht haben den Streik zu sabotieren, in dem sie Busse außerhalb des Betriebshofes versteckt geparkt haben, so Verdi in einer schriftlichen Mitteilung. 

Busfahrer-Streik in Hessen: Ende nicht in Sicht

Der unbefristete Streik der Busfahrer geht weiter und wirkt sich auch morgen, Donnerstag, 21. November, unter anderem auf den Hanauer Stadtbusverkehr aus.

Wie bereits in den vergangenen zwei Tagen versucht die Hanauer Straßenbahn (HSB) einen Notfallfahrplan auf den stark frequentierten Linien 2, 4, 5, 6, 7 und 10 bis ca. 19 Uhr zu fahren. Das heißt, dass – je nachdem wie viele Fahrer zur Verfügung stehen - auf diesen Linien nach Möglichkeit ein stark eingeschränkter Busverkehr stattfindet.

Wer Genaueres erfahren will, erreicht die HSB unter der Telefonnummer 06181/300880. Informationen sind auch über das Internet unter www.hsb.de oder www.rmv.de zu erhalten. Die HSB bittet ihre Fahrgäste um Verständnis für die streikbedingten Ausfälle. Grund für den Streik sind die erfolglos abgebrochenen Lohnverhandlungen zwischen dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und der Gewerkschaft ver.di.

Update vom Mittwoch, 20.11.2019, 7.31 Uhr: Am Mittwochmorgen (20.11.2019) fahren in vielen hessischen Städten und Regionen wegen des Streiks privater Busunternehmen viele Busse nicht. Das teilt der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) in Frankfurt mit. 

Demnach werden in Frankfurt fast alle Buslinien bestreikt. Mit Ausfällen müsse unter anderem auch in der Stadt und im Kreis Offenbach gerechnet werden, teilte das Unternehmen mit. In Fulda würden die Linien- und Schulbusse ausfallen. 

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Die Gewerkschaft Verdi bestätigte am Morgen, dass vielerorts die Busse stehen blieben. Betroffen seien außerdem Gießen und Darmstadt. Insgesamt würden sich im Laufe des Tages voraussichtlich um die 3000 Fahrer dem Streik anschließen. Bereits am Dienstag (19.11.2019) hatten nach Gewerkschaftsangaben rund 3100 Fahrer die Arbeit ruhen lassen. „Wir sind ja sehr stark gestartet. Wesentlich mehr wird es nicht“, sagte eine Sprecherin.

Welche Buslinien in Hessen konkret vom Streik betroffen sind, lesen Sie in diesem Text weiter unten in unserem Update vom Montag, 18.11.2019, 18.35 Uhr.

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 17.49 Uhr: Bei der An- und Abreise zum Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland in der Commerzbank-Arena in Frankfurt droht ein Verkehrschaos. Grund ist die Anbindung an die neue S-Bahn-Station „Gateway Gardens“. Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei haben deshalb gemeinsam den Fahrplan für das Länderspiel angepasst.

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 17.12 Uhr: In Frankfurt sind von dem Busfahrer-Streik laut der städtischen Verkehrsgesellschaft Traffiq den Tag über 56 von 64 Buslinien betroffen gewesen. Wegen des Fußball-Länderspiels in der Commerzbankarena rechnet ein Traffiq-Sprecher für den Abend mit überfüllten Waggons und Chaos auf den betroffenen Linien. Er empfiehlt Fahrgästen, sich auch in den kommenden Tagen rechtzeitig über mögliche Fahrplan-Änderungen zu informieren.

Busfahrerstreik in Hessen: Polizeieinsatz in Hanau

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 16.17 Uhr: Durch den Busfahrer-Streik ist es in Hanau zu einem Polizei-Einsatz gekommen. In der Früh hatten Streikende am Depot der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) durch eine Blockade verhindert, dass Busse eines Notfahrplans die Station verlassen. Erst durch Auftreten der Beamten konnte der Notfahrplan schließlich doch umgesetzt werden. 

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 12.36 Uhr: Der Busfahrer-Streik in Hessen soll auch am Mittwoch weitergehen. Der Ausstand wird Verdi zufolge „auf jeden Fall“ fortgesetzt. Das sagte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag (19.11.2019) in Frankfurt. Die Gewerkschaft warte auf ein besseres Angebot der Arbeitgeber. 

Im Tarifstreit um die Fahrer privater Busunternehmen zeigt sich aber auch der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) unnachgiebig. „Unser Angebot von Donnerstag liegt ja auf dem Tisch“, sagte Geschäftsführer Volker Tuchan. Er könne noch nicht endgültig sagen, ob man in den nächsten Tagen noch einmal weiter auf Verdi zugehen werde. „Nach heutigem Stand ist das nicht vorgesehen.“ Der LHO fordert die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Verdi streikt seit Dienstagfrüh nach eigenen Angaben in mehr als 20 hessischen Städten. Rund 3100 Busfahrer hätten die Arbeit niedergelegt.

Frankfurt RMV: Streik der Busfahrer - Fahrgäste zum Teil ahnungslos

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 11.25 Uhr: Mit Verwunderung und Enttäuschung haben Fahrgäste im Frankfurter Stadtteil Bockenheim am Dienstagmorgen auf den Busfahrerstreik in Hessen reagiert, der noch einige Tage andauern soll. Dort wussten die Wartenden morgens um 8.15 Uhr nichts von dem landesweiten Ausstand der Busfahrer.

„Wie, der Bus kommt nicht?“, fragte eine ältere Frau. Als das Wort „Streik“ fiel, zog sie umgehend weiter zur U-Bahn-Haltestelle Kirchplatz. Andere Wartende schlossen sich ihr an. Dabei war zu diesem Zeitpunkt gar nicht klar, ob die U-Bahnen und Straßenbahnen überhaupt fahren würden. Wegen einer Betriebsversammlung der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) könnten zahlreichen Trams und U-Bahnen ausfallen, hatte die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq tags zuvor mitgeteilt.

Frankfurt RMV: Betriebsversammlung der VGF zusätzlich zu Busfahrer-Streiks  

Die Betriebsversammlung der VGF begann um 10 Uhr, sagte Klaus Linek, der Sprecher der Nahverkehrsgesellschaft Traffiq. Wenn zahlreiche Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft daran teilnähmen, sei damit zu rechnen, dass ab 10 Uhr Fahrten der U-Bahnen und Straßenbahnen ausfallen. Vor allem in den Abendstunden sei mit vermehrten Ausfällen zu rechnen. Wenn ein Fahrer seine Schicht morgens zur Betriebsversammlung statt nachmittags beginne, beende er seine Arbeit dementsprechend früher. 

Das betreffe vor allem Fahrgäste im abendlichen Berufsverkehr und die Fußballfans, die zum Länderspiel von Deutschland gegen Nord-Irland in die Arena wollten. Sie müssten mit der S-Bahn fahren. Informationen, welche U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen fahren, waren am Dienstag allerdings nicht zuverlässig zu bekommen. In der App des RMV würden die vorhandenen Daten eingespeist, sagte Traffiq-Sprecher Linek. Aber wenn gar nicht klar sei, welche Straßenbahnen und U-Bahnen ausfallen, lasse sich das nicht einwandfrei umsetzen. „Das ist eine unbefriedigende Situation“, räumte er ein.

Frankfurt RMV: Bahnen wegen Busfahrer-Streik überfüllt

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 8.37 Uhr: Die öffentlichen Verkehrsmittel wie S-Bahnen und Straßenbahnen in und um Frankfurt sind wegen des Streiks der Busfahrer in Hessen überfüllt. Die Fahrgäste sind genervt, „die Stimmung ist am Boden“, berichten Pendler aus Frankfurt und Dietzenbach. Manche Bahnen sind so voll, dass nicht alle Fahrgäste mitfahren können. Etliche S-Bahnen sind wegen der vielen Menschen verspätet.

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 6.15 Uhr: Pendlern stehen in vielen Städten in Hessen chaotische Stunden und vielleicht sogar Tage bevor: Fahrer privater Busunternehmen sind am frühen Dienstagmorgen (19.11.2019) in einen unbefristeten Streik getreten. 

Seit 2.30 Uhr beteiligen sich Busfahrer unter anderem in den Städten Frankfurt, Hanau, Fulda und Offenbach an dem Ausstand, wie Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel auf dpa-Anfrage sagte. Der Streik könnte Fahrgäste besonders hart treffen, weil die Gewerkschaft dieses Mal auch Fahrer kleinerer Unternehmen dazu aufrufen will, die Arbeit niederzulegen.

Update vom Montag, 18.11.2019, 18.35 Uhr: Mit unbefristeten Streiks im Busverkehr müssen die Menschen in Hessen ab Dienstag (19.11.2019) klarkommen. 

Folgende Städte und Buslinien in Hessen sind vom Streik der Busfahrer betroffen:

  • In Darmstadt entfallen die Stadtbuslinien und einzelne Buslinien im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Laut RMV sind die Linien AIR, F, FU, H, K, KU, L, N, NE, O, R, WE1, WE2, WE3, WE4 (HEAG mobiBus) und die Linien 662, 751, n71 (BRH viaBus) vom Streik betroffen. Es fallen laut RMV außerdem folgende Linien aus: X74 und X78, 672,673,674, 679 und 872 (DB Regio Bus Mitte).
  • In Frankfurt werden nahezu alle der 64 Buslinien bestreikt, heißt es vom RMV. Die Expressbuslinie X17 fährt nicht, auch die Expressbuslinien X19 und X57 werden betroffen sein. Auch die Linien 653, 751, n61, n65, n71, n72 und OF-50 werden bestreikt. Wegen einer Betriebsversammlung der VGF können außerdem am Dienstag und Mittwoch etliche U-Bahnen und Straßenbahnen ausfallen. Die Buslinie 35, die Midibuslinien in Sachsenhausen (45, 47 und 48) und die Kleinbuslinien 57 in Zeilsheim sowie 81 und 82 in Oberrad sowie die Buslinie 551 (Gravenbruch Ost – Enkheim – Bad Vilbel) verkehren planmäßig.
  • In der Stadt Fulda fallen die Linien- und Schulbusse aus. Im Landkreis Fulda fallen die Linienbusse in Tann, Hilders, Ehrenberg, Hofbieber, Nüsttal, Dipperz, Poppenhausen, Gersfeld und Weyhers aus. Ebenfalls entfallen die Fahrten der Linienbusse in der Stadt Hünfeld, Eiterfeld, Burghaun und Rasdorf. In Neuhof, Flieden und Kalbach (Heubach Richtung Kalbach) fährt die Linie 51 stark eingeschränkt. Die Linien 50, 52 bis 56 fallen aus.
  • Gießen: Betroffen ist der städtische Busverkehr mit den Linien 1, 2, 3, 5, 7, 10, 12, 13, 15, 17, 800, 801 und 802.
  • Im Kreis Groß-Gerau entfallen folgende Buslinien: 68, 72, 73, 74, 75, 78, 79, 81, 87, 663, 751, WE2, WE4.
  • Im Stadtgebiet Bad Hersfeld fallen die Linienbusse aus. Im Linienbündel Hersfeld Ost mit den Orten Philippsthal, Heringen, Friedewald, Hohenroda und Schenklengsfeld fahren die Linien aktuell. Im Linienbündel Bergwinkel Bad Soden-Salmünster, Schlüchtern, Steinau an der Straße und Sinntal fahren die Linien stark eingeschränkt.
  • In Bad Homburg, Friedrichsdorf und Oberursel im Hochtaunuskreis wird wohl der gesamte Stadtbusverkehr zum Erliegen kommen. Beim Stadtbus Kronberg (Linien 71, 72, 73) kommt es zu Ausfällen. Bestreikt werden außerdem laut RMV die Linie 252 (BHV) sowie die Linien X27, 91, 251, 253, 261 (DB Regio Bus Mitte). Auch die Linien 283/285 (aus Limburg-Weilburg) und FB-33/ FB-35 (Wetteraukreis) fallen aus. Die Linie X26 fährt. Nicht bestreikt werden die Linien der HLB (50, 51, 57, 59, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86).
  • Im Großraum Kassel werden die Buslinien 30, 31, 32, 33, 36, 37 und 60 bis 67 der DB Busverkehr bestreikt, teilweise betroffen ist auch dei die Buslinie 35. Nicht vom Streik betroffen sind die Buslinie 34, die Buslinie 52 der HLB von Martinhagen über Kassel-Wilhelmshöhe nach Sandershausen sowie die blauen Busse der Kasseler Verkehrsgesellschaft. Die Stadt Baunatal im Landkreis Kassel hat mit ihrem Stadtbus-System ein eigenes Nahverkehrsangebot. Auch dieses ist vom Streik der privaten Busunternehmen betroffen. "Im Stadtgebiet Baunatal fährt den ganzen Tag kein Bus", sagt Baunatals Stadtsprecherin Susanne Bräutigam. Eine Ausnahme seien allerdings die Linien 50 und 52 über Altenritte zum Bahnhof Wilhelmshöhe in Kassel. Die DB Regiobus versuche, ihr Angebot da aufrecht zu erhalten, so Bräutigam.
  • Der Lahn-Dill-Kreis und die Stadt Wetzlar sind laut RMV nicht vom Streik betroffen.
  • Im Landkreis Limburg-Weilburg hat der Streik Auswirkungen auf die Linien: BusLM-11, BusLM-12, BusLM-13, BusLM-14, BusLM-33, BusLM-59, 281, 282, 283 und 285 (Medenbach Traffic GmbH). Auch Schwimmbadfahrten und Schülerverkehre werden nicht stattfinden können.
  • In Hanau sind laut RMV folgende Stadtbuslinien betroffen: Die Linien 1, 2A, 3, 7, 9, 11 und 12 entfallen komplett (Hanauer Straßenbahn GmbH), ebenso der Schülerverkehr. Der Busverkehr auf den Linien 2, 4, 5, 6 und 10 ist stark eingeschränkt. Im Main-Kinzig-Kreis sind bei den Expressbuslinien X57 und X64 Komplettausfälle zu befürchten. Die Buslinien 562, 563, 566 und andere werden von Teilausfällen betroffen sein. In Maintal fahren die Linien MKK-22, MKK-23, MKK-24 und MKK-25 (Stadtverkehr Maintal GmbH) voraussichtlich nicht. Im Regionalverkehr Main-Kinzig werden laut RMV wohl die Busse der Linien MKK-61, MKK-62, MKK-63, MKK-64, MKK-65, MKK-69, MKK-71, MKK-72, MKK-73, MKK-74, MKK-76, MKK-80, MKK-81, MKK-82 und MKK-83 bestreikt. Der AST-Verkehr soll davon jedoch nicht betroffen sein. In Bad Soden-Salmünster, Schlüchtern, Steinau an der Straße und Sinntal fahren die Busse stark eingeschränkt. Der Expressbus X93 zwischen Hanau und Erlensee und die Linie 44S fahren.
  • Im Main-Taunus-Kreis sind die regionale Buslinie X17 (Sippel) sowie die Linien 252, 810, 810A, 812 und 813 vom Streik betroffen. Es fahren aber laut RMV die Linien 401, 402, 403, 405, 406, 809, 817, 819, 820, 821, 831, 832, 833 und 834 (HLB) sowie die Linien 263, 803, 804, 805, 811, 814, 815, 816 und 826 (transdev), der Bus 262 und die Expressbuslinie X26.
  • Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Odenwaldkreis sind dem RMV zufolge nicht vom Streik betroffen.
  • Auch im Liniennetz der Stadtbusse in Offenbach kommt es zu Ausfällen. Betroffen sind voraussichtlich alle neun Stadtbuslinien 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107, 108 und 120. Der Schülerverkehr kann aufrechterhalten werden: Die Linien V1, V5, V6, V7, V10 und V20 verkehren nach Fahrplan, heißt es vom RMV. Im Landkreis Offenbach sind  die Expressbuslinien X17 und X19 vom Streik betroffen, außerdem die Linien 653, 662, 663, die Linie OF-50 und die Nachtbuslinien n65, n71 und n72. Nicht betroffen sind die Linien OF-95 und OF-96 sowie X97 und 551 (Stroh Busverkehr).
  • Im Rheingau-Taunus-Kreis verkehren die Buslinien X76, X79, 181, 183, 185, 187, 191, 220, 221, 222, 223, 224, 228 (Nassauische Verkehrsgesellschaft mbH Bogel) normal. Auch die Buslinien 240, 247, 248, 273, 274 und 277 (DB Regio Bus Mitte) fahren normal.
  • Im Schwalm-Eder-Kreis sind die Buslinien 401, 402 und 404 in Gudensberg betroffen, die Stadtbuslinien 422 und 423 in Melsungen fahren aber planmäßig.
  • Der Vogelsbergkreis ist nicht vom Streik betroffen, teilt der RMV mit.
  • Im Landkreis Waldeck-Frankenberg streiken die Stadtbusse in Korbach.
  • Wetteraukreis: Die Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) geht davon aus, dass folgende Linien betroffen sind: Alle Linien des Bündels Friedberg (FB-10, -30, -31, -32, -33, -34, -35 und -36) sowie FB-40, FB-41, FB-42, FB-43, FB-44 und FB-45 im Bereich Altenstadt/Büdingen. Zudem werden voraussichtlich die Linie 30 aus Frankfurt sowie die Linie 563 (BRH viaBus) bestreikt. Alle Busse in Bad Vilbel (Vilbus) fallen aus. Planmäßig fahren der Bus X97 und Bus 551 (Stroh Busverkehr).
  • Im Werra-Meißner-Kreis streiken die Buslinien 240, 241 und 250 in Sontra und Ringgau.
  • Wiesbaden ist nach Informationen des RMV nicht vom Streik betroffen.

Weitere Informationen zumStreik der Busfahrer in Hessen sind auf der Homepage des RMV in Frankfurt zu finden.

Hessen: Unbefristeter Streik der Busfahrer ab Dienstag

Update vom Montag, 18.11.2019, 14.56 Uhr: Pendler in Hessen müssen sich ab Dienstag (19.11.2019) auf erhebliche Behinderungen im Busverkehr einstellen. Die Fahrer der privaten Omnibusbetriebe legen ab Dienstag unbefristet die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft Verdi in Frankfurt mitteilt.

Der Ausstand beginne ab 2.30 Uhr in der Früh in ganz Hessen. „Die Arbeitgeber zeigen keine Ernsthaftigkeit“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel am Montag. „Sie lassen uns keine andere Wahl.“

Frankfurt RMV und VGF: Streik der Busfahrer ab Dienstag

Verdi verlangt für die rund 4400 privaten Busfahrer kräftige Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub. So soll das Grundgehalt nach dem Willen der Gewerkschaft von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde erhöht werden. 

Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) hatte laut eigenen Angaben zuletzt angeboten, den Ecklohn in den kommenden vier Jahren auf 15,60 Euro pro Stunde zu erhöhen. Die fünfte Verhandlungsrunde am Donnerstag  (14.11.2019) war ohne Ergebnis geblieben.

Zusätzlich fallen am Dienstag und Mittwoch etliche U-Bahnen und Straßenbahnen der VGF in Frankfurt aus. Die Fahrerinnen und Fahrer sind auf einer Betriebsversammlung.

Frankfurt RMV: Streik der Busfahrer unbefristet ab Dienstag

Update vom Montag, 18.11.2019, 8.10 Uhr: Am Montag wird es noch keine unbefristeten Streiks der Fahrer privater Busunternehmen geben, ab Dienstag könnte es aber anders aussehen, wie Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel sagt. Der drohende Streik wird die Fahrgäste diesmal wahrscheinlich noch härter treffen als beim letzten Mal, da auch kleinere Unternehmen zum Streik aufgerufen werden sollen. 

Update vom Freitag, 15.11.2019, 19.06 Uhr: Die Menschen in Hessen können zu Wochenbeginn voraussichtlich noch ohne größere Einschränkungen mit dem Bus fahren. Der angekündigte unbefristete Streik der Fahrer privater Busunternehmen werde noch nicht am Montag beginnen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel am frühen Abend. 

Wann genau es losgehen soll, stehe aber weiterhin nicht fest. Auch vor dem Hintergrund, dass ein Streik viele Schulkinder treffe, habe man sich entschieden, auf einen Ausstand am Montag zu verzichten und erst danach zu beginnen, sagte Koppel. 

Frankfurt RMV: Streik der Busfahrer mit Hochdruck vorbereitet

Update vom Freitag, 15.11.2019, 15.32 Uhr: Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen mit den privaten Busunternehmen bereitet sich die Gewerkschaft Verdi in Hessen mit Hochdruck auf einen Streik in der kommenden Woche vor. Ein unbefristeter Ausstand könnte möglicherweise schon am kommenden Montag (18.11.2019) beginn

en, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel am Freitag zur Deutschen Presse-Agentur. 

Der genaue Anfang des Streiks könne aber erst bekanntgeben werden, wenn entsprechende Anträge bearbeitet worden seien. Auch welche Städte von dem Streik betroffen sein werden, ist noch nicht klar.

Der Streik der Busfahrer dürfte die hessischen Fahrgäste dieses Mal noch härter treffen als die bisherigen Arbeitsniederlegungen. Die Gewerkschaft Verdi will nämlich dieses Mal auch Fahrer kleinerer Unternehmen zum Streik aufrufen.

Anfang des Monats hatten rund 3000 streikende Fahrer den Busverkehr in großen hessischen Städten wie Frankfurt, Kassel und Darmstadt teilweise lahmgelegt.

Frankfurt RMV: Stadt Offenbach warnt vor Busfahrer-Streik

Update vom Freitag, 15.11.2019, 13.57 Uhr: Angesichts der drohenden Busfahrer Streiks in Hessen hat die Stadt Offenbach eine Warnung ausgesprochen. Im Zweifelsfall seien alle neun Stadtbuslinien betroffen. Im Vergleich zur jüngsten Streik-Welle hoffen die Stadtwerke Offenbach aber, eine Verbesserung im Schülerverkehr anbringen zu können

Update vom Freitag, 15.11.2019, 10.46 Uhr: Für alle, die in Hessen auf den Bus angewiesen sind, dürfte es in der kommenden Woche schwierig werden: Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den privaten Busunternehmern sind unbefristete Arbeitsniederlegungen angekündigt worden.

Laut Verdi hatten die Arbeitgeber in der fünften Verhandlungsrunde in Frankfurt zwar ein weiteres Angebot vorgelegt. Dies sei jedoch nur „optisch aufgewertet“. Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel sprach von Taschenspielertricks. Die Fahrer hatten den Druck auf die Arbeitgeberseite bereits vor der Verhandlung erhöht: In einer Urabstimmung stimmten sie zu 99,5 Prozent für unbefristete Streiks. 

Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zeigte sich nach eigenen Worten „ratlos“ hinsichtlich der Wünsche von Verdi und sprach von angebotenen rund 15,5 Prozent mehr Lohn in den kommenden vier Jahren. Damit habe sich der Verband „noch einmal deutlich auf Verdi zubewegt“. Der LHO warnte, im Saarland seien die Unternehmen zu einem Tarifabschluss gedrängt worden, „der über ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten liegt“. Die ersten Verkehrskonzessionen seien daher dort bereits zurückgegeben worden.

Frankfurt RMV: Unbefristete Streiks in der kommenden Woche angekündigt

Update vom Donnerstag, 14.11.2019, 18.36 Uhr: In der fünften Runde hat die Gewerkschaft Verdi die Tarifverhandlungen am Donnerstag (14.11.2019) für gescheitert erklärt. Somit stehen möglicherweise in der nächsten Wochen viele Busse in Hessen still, wie der RMV mitteilt. Die rund 4400 Busfahrer werden nun zum Streik aufgerufen. 

„Es drohen unbefristete Streiks in der kommenden Woche. Betroffen sind zahlreiche Buslinien im RMV-Gebiet“, heißt es vom RMV.

Die hessischen Busunternehmer wollten den Busfahrern in den kommenden vier Jahren rund 15,5 Prozent mehr Lohn zahlen, teilt der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) mit. „Das heutige Angebot geht über das für die Unternehmen wirtschaftlich Vertretbare hinaus, da die hieraus resultierenden Kostensteigerungen nur unzureichend über die langlaufenden Verkehrsverträge refinanziert werden“, sagt Volker Tuchan, Geschäftsführer des LHO und Verhandlungsführer der Busunternehmen. 

Verdi das Angebot aber abgelehnt und weitere Streiks angekündigt. Das kritisieren die Busunternehmen deutlich.

Frankfurt RMV: Verdi erklärt Verhandlungen mit Busunternehmen für gescheitert - Streik

Update vom Donnerstag, 14.11.2019, 14.28 Uhr: Seit Donnerstagmorgen (14.11.2019) um 9 Uhr laufen die Tarifverhandlungen für hessische Busfahrer. Dafür haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) in Frankfurt zusammengefunden.

Ob es Streiks geben wird, steht also noch nicht fest. Klar ist jedoch, dass Forderung und Angebot noch weit aueinander liegen. Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq hält Streiks bereits für sehr wahrscheinlich, obwohl noch kein Termin genannt worden ist.

Frankfurt: Unbefristete Busfahrer-Streiks in Hessen zeichnen sich ab

Update vom Donnerstag, 14.11.2019, 8:58 Uhr: Kann der unbefristete Streik der Busfahrer von privaten Unternehmen in Hessen noch abgewendet werden? Die Gewerkschaft Verdi und der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) kommen dafür am Donnerstag ab 9 Uhr in Frankfurt zusammen. 

Forderung und Angebot liegen noch weit auseinander. Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben ein Gesamtvolumen von rund zwölf Prozent über einen Zeitraum von vier Jahren angeboten. Verdi verlangt kräftige Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub. Laut LHO entspricht das einem Gesamtvolumen von 40 Prozent. 

Update vom Mittwoch, 13.11.2019, 17.11 Uhr: In Frankfurt warnt der RMV vor den drohenden Streiks der Busfahrer in Hessen. Unter dem Titel „Wichtiger Verkehrshinweis“ schreibt das Verkehrsunternehmen zu den Verhandlungen zwischen den Busunternehmen und der Gewerkschaft Verdi: „Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte es zu einem unbefristeten Streik kommen.“

Streiks im städtischen Busverkehr könnten nicht ausgeschlossen werden, teilt auch die Stadt Frankfurt mit. „Gerade Eltern von Schulkindern, die auf den Bus angewiesen sind, sollten die Informationen aufmerksam verfolgen, damit ihre Kinder morgens nicht vergeblich an der Bushaltestelle stehen“, heißt es von der Stadt.

Hessen: Streiks von Busfahrern in Frankfurt und darüber hinaus zeichnen sich ab

Update vom Mittwoch, 13.11.2019, 12.36 Uhr: In Frankfurt, Offenbach und vielen weiteren größeren Städten in Hessen zeichnen sich massive Probleme im Busverkehr ab. 

Die bei Verdi organisierten Busfahrer haben sich in einer Urabstimmung zu 99,49 Prozent für unbefristete Streiks ausgesprochen, das teilte die Gewerkschaft mit. Die Busfahrer hoffen, so ihrer Position in den Tarifverhandlungen mit den privaten Busunternehmen in Hessen Nachdruck zu verleihen. 

Busfahrer-Streik in Frankfurt (Hessen)? Verhandlungen stehen an

Ein unbefristeter Streik steht damit wieder im Raum. Der jüngste Streik vor gut zwei Wochen hatte in Frankfurt und vielen anderen Städten in Hessen für umfassende Einschränkungen im Busverkehr gesorgt. 

Am Donnerstag (14.11.2019) beginnt die fünfte Verhandlungsrunde. Hauptforderungen der Busfahrer sind rund 3 Euro mehr Stundenlohn und insgesamt 30 statt 25 Urlaubstage. 

Frankfurt und anderen großen Städten in Hessen droht Busfahrer-Streik

Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel in einer Pressemitteilung: „Die Kollegen sind sehr aufgebracht über das Verhalten der Arbeitgeber, fühlen sich nicht ernst genommen. Warum, fragen sie sich, kommt von den Arbeitgebern kein verhandlungsfähiges Angebot? So oder so, die Arbeitgeber sind jetzt am Zug.“ 

Sonst, so die unausgesprochene Botschaft, rücken Busfahrer-Streiks in Frankfurt, Offenbach und ganz Hessen immer näher. 

Verdi: Unbefristeter Busfahrer-Streik möglich – Frankfurt wäre betroffen

Update vom Donnerstag, 07.11.2019, 15.40 Uhr: Kommen nun unbefristete Streiks im Busverkehr in Frankfurt (Hessen)? Die Gewerkschaft Verdi gibt nun in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie eine Urabstimmung unter den betroffenen Busfahrern gestartet hat. Wenn mindestens 75 Prozent der befragten Busfahrer und Busfahrerinnen aus Hessen unbefristeten Streiks zustimmen, seien diese dann möglich, sollten die Tarifverhandlungen scheitern. Diese gehen in der kommenden Woche in die nächste Runde.

Erst in der vergangenen Woche hatte es am Freitag, 01.11.2019, in Frankfurt und hessenweit Streiks der privaten Busfahrer und Busfahrerinnen gegeben, die den Busverkehr mancherorts zum erliegen gebracht hatten. Verdi fordert für die Betroffenen einen höhen Stundenlohn, mehr Urlaub und eine komplette Bezahlung fahrplanbedingter Pausen und Wendezeiten.

Die Arbeitnehmer weißen diese Forderungen zurück. Die finanziellen Spielräume für realistische Lohnerhöhungen seien ausgereizt und begrenzt durch bestehende Verträge der Busunternehmer in Hessen mit den öffentlichen Auftraggebern.

Frankfurt: Busfahrer-Streik in Hessen sorgt für Einschränkungen 

Update vom Freitag, 01.11.2019, 16.58 Uhr: Der Warnstreik der Busfahrer privater Omnibusunternehmer hat den Busverkehr in Hessen heute vielerorts zum Erliegen gebracht. Auch in Frankfurt gab es massive Einschränkungen. Rund 3000 Busfahrer beteiligten sich laut Verdi an dem Ausstand, das berichtet die dpa. In manchen Landkreisen, wie dem Lahn-Dill-Kreis und dem Odenwaldkreis, fuhren die Busse weitgehend regulär. 

Bereits ab 3.10 Uhr hatte der Streik mancherorts begonnen. Vor allem in großen Städten wie Frankfurt hatten die Verkehrsbetriebe sich bereits auf die Ausstände vorbereitet. Die Gewerkschaft Verdi will mit den Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Wegen langfristiger Verträge der Omnibusbetriebe mit Kommunen und Kreisen sei der finanzielle Spielraum für realistische Lohnerhöhungen bereits ausgereizt, so LHO-Verhnadlungsführer Volker Tuchan für die Arbeitgeberseite.

Hessen: Busfahrer-Streik im Frankfurter Umland : "Es gab kein Ultimatum"

In den Tagen zuvor war von einem Ultimatum gesprochen worde, dass Verdi den Arbeitgebern gestellt haben soll, Tuchan weißt das zurück: "An uns gab es kein Ultimatum." Kritik äußerte auch die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). "Wer rechtschaffenen Beschäftigten den Weg zur Arbeit und von ihr zurück abschneidet und Schüler und Studenten von der Schule oder der Universität fernhält, wahrt keinerlei Verhältnismäßigkeit mehr", teilte VhU-Geschäftsführer Dirk Pollert mit. Der Warnstreik in Hessen schade der Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Unternehmen, hieß es.

Update vom Freitag, 01.11.2019, 11.18 Uhr: Der Streik der Busfahrer betrifft weite Teile von Hessen. Doch Rodgau ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Entgegen gestriger Erwartungen sind die Buslinien in Rodgau nicht vom Streik betroffen. Der Schulbus, die Linien 40, 41 und 42, fahren ihre Ziele an wie immer. Das haben die Stadtwerke gerade eben auf Anfrage bestätigt.

Update vom Freitag, 01.11.2019, 9.31 Uhr: Heute streiken die Busfahrer der privaten Omnibusunternehmen in Hessen. Der RMV listet auf seiner Website die Städte und Kreise auf, die betroffen sind. 

Die Busse stehen demnach heute auf Linien in Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg still, in Frankfurt, Fulda, Gießen, Groß-Gerau und Rüsselsheim, Hochtaunuskreis und Bad Homburg, Mainz-Kinzig-Kreis und Hanau, Main-Taunus-Kreis, der Stadt und dem Landkreis Offenbach und dem Wetteraukreis. Welche Buslinien genau betroffen sind, ist auf der Website des RMV nachzulesen.

Verdi: Busfahrerstreik in Frankfurt (Hessen) - Das rät der RMV

Der Verkehrsverbund Fahrgästen außerdem sich vor Fahrtantritt zu informieren und sich über die aktuellen Verkehrsmeldungen und lokalen Radiosender zu informieren. Generell solle man mehr Zeit für die Fahrt einplanen.

Erstmeldung von Mittwoch, 30.10.2019, 09.47 Uhr: Am Freitag werden die Busse der privaten Busunternehmen in Hessen in ihren Depots bleiben. Die Busfahrer streiken. Eigentlich hatte die Gewerkschaft Verdi dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) ein Ultimatum bis morgen Nachmittag gesetzt, laut Informationen von ffh.de habe die Gewerkschaft dieses nun aber verworfen. 

Eigentlich hatte Verdi den Landesverband aufgefordert, ihr Angebot bis Donnerstag, 31.10.2019, nachzubessern. Verhandelt wurde in Langen. Nun soll also am Freitag, 01.11.2019, morgens beginnen und bis in die Nacht dauern. 

Busfahrerstreik in Hessen (RMV): Warnstreik der Busfahrer am Freitag

"Das Angebot der Arbeitgeber ist nicht akzeptabel", so Jochen Koppel von Verdi im FFH-Interview. Laut der Agentur dpa nannte eine Verdi-Sprecherin das bei den Tarifgesprächen unterbreitete Angebot ebenfalls "nicht akzeptabel und verhandlungsfähig". 

Laut Verdi hatten die Arbeitgeber angeboten, den Stundenlohn in einer vierjährigen Laufzeit schrittweise von 13,50 auf 15,10 Euro anzuheben. Die Gewerkschaft fordert aber eine höhere Anhebung und und mehr Urlaubstage. Der LHO bezeichnet diese Forderung in einer Pressemitteilung als "exorbitant hoch". 

Die finanziellen Spielräume für realistische Lohnerhöhungen seien ausgereizt und begrenzt durch bestehende Verträge der Busunternehmer mit den öffentlichen Auftraggebern. Die LHO verweist dabei auf den sogenannten "Hessen-Index", der nach der letzten Tarifrunde beschlossen wurde. Der Tarifkonflikt betrifft rund 4400 Busfahrer.

Hessen (RMV): In der Vergangenheit waren diese Städte vom Streik der Busfahrer betroffen 

Bereits nach der zuletzt vergangenen Verhandlungsrunde hatte Verdi zu Warnstreiks aufgerufen. Von Ausfällen und Verspätungen waren unter anderem die Städte Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, Gießen, Hanau, Langen, Bad Vilbel, Hofheim sowie Teile Nordhessens betroffen. Dieser Streik war allerdings in die Herbstferien gefallen. Es ist also damit zu rechnen, dass der Streik diesmal wesentlich mehr Fahrgäste trifft. Unter ihnen werden vermutlich auch viele Schulkinder sein, die auf andere Art und Weise ans Ziel kommen müssen. 

Die nächsten Gespräche sollen laut Termin-Planung am 14. November stattfinden. 

In mehreren hessischen Städten haben die Fahrer privater Busunternehmen am Freitag, 01.11.2019, streiken. Zu Ausfällen aufgrund des Streiks soll es in Offenbach kommen, das schreibt die Offenbach Post. Auch Gießen ist von den Streiks der Busfahrer betroffen, wie die Gießener Allgemeine berichtet*. 

Erst Ende September hatte es Streiks der Busfahrer in Hessen gegeben. Zehntausende Pendler waren davon betroffen. Laut Verdi lag der Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet. Auch Gießen traf der Streik hart. Vor allem Studierende und Berufstätige, die auf Busse angewiesen sind, mussten bisher auf anderem Weg ihre Ziele erreichen.

Bis ins nächste Jahr hinein wird die Entscheidung über den U4-Lückenschluss zwischen Bockenheim und Ginnheim aufgeschoben. Das ist der Grund.

Wenn Sie aktuell vom Streik betroffen sind, empfehlen wir Ihnen folgenden Artikel: Vom Streik betroffen? So bekommen Sie ihr Geld zurück und finden Alternativen.

Nun droht jedoch ein neuer Streik. Verdi hat die Postboten in ganz Hessen zum Streik aufgerufen - und das mitten in der Weihnachtszeit.

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agr/ag/fle/kke

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