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Frankfurt und der Nationalsozialismus: Drei Ausstellungen

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Mit drei gleichzeitig startenden Ausstellungen zeigt das Historische Museum Frankfurt erstmals eine Gesamtschau über die NS-Zeit in Frankfurt. Dabei sollen vom 9. Dezember an aus drei Perspektiven unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden, kündigten die Organisatoren am Montag an. Die zeitgeschichtliche Ausstellung „Eine Stadt macht mit“ soll verdeutlichen, wie sich das vor 1933 als liberal und demokratisch geltende Frankfurt entsprechend der nationalsozialistischen Ideologie veränderte.

Frankfurt/Main - Dabei sollen an 19 typischen Orten wie beispielsweise Straße, Parteibüro, Rathaus, Amt, Zuhause, Lager, Gericht oder Unternehmen Täterschaft und die Folgen für das Leben der Verfolgten thematisiert werden. Die Ausstellung soll die Handlungsmöglichkeiten aller Mitglieder der Stadtgesellschaft zeigen und zum Nachdenken über die Konsequenzen von Mitmachen, Duldung, politischer Untätigkeit, Wegsehen, Profitieren oder blindem Gehorsam anregen.

Zeitgleich geht das Stadtlabor den Angaben zufolge „auf Spurensuche im Heute“. Das Junge Museum gibt mit der Ausstellung „Nachgefragt“ Einblick in das Alltags- und Familienleben junger Frankfurterinnen ud Frankfurter. Die Ausstellungen werden von einem Veranstaltungsprogramm begleitet.

„Die Geschichte und Ideologie des Nationalsozialismus zu verstehen, um den Versprechen von Rechtspopulisten und Rechtsradikalen zu widerstehen: Das muss auch heute ein Hauptziel von historischer und politischer Bildung sein“, betonte Museumsdirektor Jan Gerchow. „Aktuelle Bezüge herzustellen, ist deshalb ein wichtiges Element dieses Vorhabens.“ dpa

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