Westend-Syngoge
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Die Westend-Syngoge in Frankfurt am Main.

Frankfurt zahlt mehr Geld für Schutz der Jüdischen Gemeinde

Zum Schutz der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt stellt die Stadt jährlich zusätzliches Geld in Höhe von einer Million Euro bereit. Das Geld soll ab dem Haushaltsjahr 2022 in die gestiegenen Aufwendungen für Sicherheitsleistungen und Sicherheitsdienste fließen, wie die Stadt mitteilte. Die Finanzmittel seien eine Ergänzung des „Frankfurter Vertrags“ zwischen der Stadt und der Jüdischen Gemeinde, der am Mittwoch mit einer gemeinsamen Unterzeichnung fortgeschrieben wurde.

Frankfurt - Mit der Verlängerung und der Ergänzung werde deutlich gezeigt, „dass Jüdisches Leben zu Frankfurt gehört und wir gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen werden, die Jüdische Gemeinde zu stärken und zu schützen“, sagte Bürgermeister Uwe Becker (CDU). „Es ist unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe, gegen Antisemitismus vorzugehen sowie gegen Hass und Hetze zu kämpfen.“ Becker betonte, dass jüdisches Leben Teil der Identität Frankfurts sei. „Aus meiner Sicht ist Frankfurt die jüdischste Stadt Deutschlands.“

Salomon Korn, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, sprach von einem „wichtigen Tag“. Mit der Ergänzung des Vertrags „wird auch die seitens der Politik immer wieder betonte Verantwortung für den Schutz der Jüdischen Gemeinde nun in konkrete Taten umgesetzt und deutlich gezeigt, dass man die Gemeinde nicht alleine lässt.“ dpa

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