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Frankfurter bekommen neues Naherholungsgebiet

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Rennbahnpark Frankfurt
Blick vom See des Rennbahnparks Richtung Frankfurter Skyline. © Hannes P. Albert/dpa

Wo früher Pferderennen und Golf wenigen Menschen vorbehalten war, gibt es jetzt ein Naherholungsgebiet für alle: Der neun Hektar große Rennbahnpark im Frankfurter Stadtteil Niederrad wird an diesem Wochenende für Besucher geöffnet. Mehr als fünf Millionen Euro hat die Stadt in den vergangenen drei Jahren in den neuen Park investiert.

Frankfurt/Main - Um das Gelände war jahrelang erbittert gestritten worden. 2014 hatte die Stadt es dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) für sein neues Leistungszentrum angeboten. Doch der Frankfurter Renn-Klub wollte seine Galopprennbahn nicht aufgeben. Ein Bürgerentscheid bekam 2015 nicht genug Unterschriften. Danach folgte ein juristisches Tauziehen mit rund zwei Dutzend Einzelverfahren. 2018 entschied der Bundesgerichtshof, dass der Renn-Klub das Gelände herausgeben muss. Der DFB baute seine Akademie und die Stadt auf dem Rest des Geländes ihren Park.

Die Gestaltung des Parks nimmt Bezug auf die Vorgeschichte. Auf einem Kinderspielplatz gibt es Holzpferde. Wo die Schiedsrichter saßen, können sich Besucher auf einer Stahltreppe sonnen. Der Teich des Golfplatzes in der Mitte der Rennbahn blieb erhalten. Auch die Sandbahn, auf der die Rennen liefen, findet sich wieder: Sie trennt die zu intensiver Nutzung freigegebenen Bereiche am oberen Rand des hufeisenförmigen Geländes vom Landschaftsschutzgebiet in der Mitte. Innen gibt es sogenannten Sandmagerrasen, der von Schafen geweidet werden soll, Dünen und ein naturbelassenes Ufer - außen Kinderspielplätze und eine Calisthenics-Anlage für Köpersportler.

Der Rennbahnpark sei „eine echte Attraktion“, fand Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) bei einer Baustellenbegehung im März, als noch nicht mal alles fertig war. Zuletzt wurden der sogenannte Skyline View gepflastert, der Teich bepflanzt und der Bolzplatz geschottert. Dabei wurden, so die verantwortliche Landschaftsarchitektin Susanne Gonsior-Hahmann, so wenig Flächen wie möglich versiegelt. Die gepflanzten Bäume seien besonders hitzeresistent, der Park vorbildlich in Bezug aus „ökologische Nachhaltigkeit mit viel naturnahem Raum und Platz für wildes Pflanzenwachstum“. dpa

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