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ADAC-Taxi-Test

Frankfurter Taxifahrer wieder besser unterwegs

Frankfurter Taxifahrer schneiden bei einem ADAC-Test in acht Großstädten gut ab. Pünktlichkeit, Routentreue und saubere Fahrzeuge sind dafür vor allem ausschlaggebend, wie der ADAC Hessen-Thüringen am Dienstag mitteilte.

Frankfurts Taxis schneiden bei einem ADAC-Test in acht Großstädten vergleichsweise gut ab. Die Fahrer hätten ihre Servicequalität auch im Vergleich zum vorigen Test vor zwei Jahren deutlich verbessert, teilte der ADAC Hessen-Thüringen am Dienstag in Frankfurt mit. Ausschlaggebend für das gute Ergebnis seien vor allem Pünktlichkeit, "Routentreue" und saubere Fahrzeuge. Die Tester kritisierten allerdings bei einigen Fahrern auch mangelnde Ortskenntnisse. 7 von 20 waren unfreundlich oder unhöflich und 4 hielten sich nicht an die Verkehrsregeln: "Zwei Fahrer missachteten rote Ampel, ein Fahrer bog trotz Verbots rechts ab, ein anderer fuhr in Einbahnstraße rückwärts", so die Ergebnisse.

Die anonymen Tester absolvierten insgesamt 20 Fahrten auf fünf Routen. Allein bei der Taxi Zentrale 230001 eG gingen täglich fast 10 000 Aufträge ein, sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Schlenker. Dazu kommen etwa 2000 bis 3000 Fahrten pro Tag am Flughafen, wie Karl Heinz Kitzinger von der Taxi-Vereinigung sagte. Er sagte dennoch: "20 Fahrten sind schon viel, bei früheren Tests waren es viel weniger."

Die Taxi-Vereinigung achte sehr darauf, dass die Autos an denen von ihr gemieteten Stellplätzen am Flughafen sauber seien, sagte Kitzinger. Es werde auch streng darauf geachtet, dass die Fahrer einigermaßen ordentlich angezogen seien und ihre Kunden gut bedienten, also etwa Koffer einlüden und niemanden abwiesen. "Die Kunden bringen uns das Geld, sonst niemand." Schwarze Schafe dürften nicht mehr am Flughafen arbeiten. Die Ortskenntnis-Prüfung schafften einige Fahrer allerdings nur mit Ach und Krach und bräuchten dann einige Zeit, bis sie sich durch die tägliche Praxis gut auskennten. "Wenn einer aus Indien kommt und in Groß-Gerau wohnt, dann dauert das schon ein halbes Jahr", sagt Kitzinger, der sich selbst bei seiner ersten Fahrt vor rund 50 Jahren verfahren hat.

Eine Befragung der eigenen Taxi-Gäste bestätige den positiven Eindruck, sagte Schlenker. 60 bis 65 Prozent der Aufträge gingen inzwischen per Handy oder mobil ein, und diese Kunden könnten anschließend ihre Fahrt auch anonym online bewerten. Dafür gibt es drei Kategorien: Fahrer, Fahrzeug und Zentrale auf einer Skala von null bis fünf Sternen. Der Durchschnitt in allen Kategorien liege bei 4,5 Sternen, sagte Schlenker. Dieses "super Ergebnis" gebe den Fahrern Auftrieb, an die das anonyme Feedback weiter geleitet werde. "Sie merken, dass es sich lohnt, freundlich zu sein."

(dpa)

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