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Frankfurts Glasner übt harsche Selbstkritik

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Oliver Glasner
Frankfurts Trainer Oliver Glasner steht am Spielfeldrand. © Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Ein Punkt aus zwei Spielen: Eintracht Frankfurt ist durchwachsen in die neue Saison gestartet. Chefcoach Glasner hadert gewaltig und muss personell auf kurz- und langfristige Ausfälle reagieren.

Frankfurt/Main - Als es um die Gegentorbilanz ging, war Oliver Glasner kurzzeitig ziemlich genervt. Von seinem Ziel, nur einen Gegentreffer pro Spiel zu bekommen, ist er mit Eintracht Frankfurt nach dem 1:6 gegen Bayern München und dem 1:1 gegen Hertha BSC derzeit ziemlich weit weg. „Da bin ich sehr unzufrieden mit mir selbst und mit unserer Arbeit. Ich mache mir viele Gedanken darüber, wie wir das besser machen können“, sagte der Österreicher vor dem Bundesliga-Duell mit dem 1. FC Köln an diesem Sonntag (15.30 Uhr/DAZN).

„Die Marschroute ist klar, dass wir einen Sieg holen wollen. Mit der Punkteausbeute sind wir bislang nicht zufrieden“, sagte Glasner über den Sieglos-Start. Personell wird es für die Europa-League-Sieger nicht einfacher. Verteidiger Almamy Touré fehlt monatelang, für den kranken Daichi Kamada könnte der Sonntag etwas zu früh kommen. Andere Spieler zeigten sich zuletzt formschwach und das noch vor Beginn der gefürchteten Englischen Wochen in der Fußball-Bundesliga ab September.

Ligagegner Köln hatte am Donnerstagabend eine bittere 1:2-Niederlage gegen Fehérvár FC in der Conference-League-Quali hinnehmen müssen. Glasner war für das Spiel nach Köln gereist. „Ich habe die Europa-Stimmung in Köln genossen. Es ist vielleicht die zweitbeste Stimmung - nach hier“, sagte Glasner. Von der Kölner Schlappe will sich der Trainer nicht blenden lassen, er attestierte dem Effzeh ein gutes Spiel und warnte: „Steffen Baumgart ist keiner, der sagt: Macht mal halblang, damit wir Donnerstag Kräfte haben. So erwarten wir sie auch.“

Spannend bleiben bei der Eintracht auch die Transferfragen. Jens Petter Hauge ist verliehen, die Offensive scheint trotzdem noch stark genug. Für die Sechs dürfte Junior Dina Ebimbe (Paris Saint-Germain) noch genommen werden, dazu könnte nach dem langfristigen Toure-Ausfall ein weiterer Innenverteidiger kommen. Spannend ist, ob Kamada und Evan Ndicka (beide Vertrag bis 30. Juni 2023) bleiben oder ein Sommer vor dem Vertragsende verkauft werden, um zumindest noch Transfererlöse zu generieren.

Glasner ließ in dieser Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren, um sich in Sachen Systemfrage nicht zu verraten. Nach dem Abgang von Starflügelspieler Filip Kostic könnte auch eine Rückkehr zur Viererkette ein Thema werden. „Wir haben ein paar Sachen ausprobiert und ich wollte nicht jeden Tag lesen, was wir ausprobiert haben. Deswegen haben wir hier Erkenntnisse gewonnen. Welche Ideen wir haben, werdet ihr dann gegen den 1. FC Köln sehen“, begründete Glasner das Training ohne Publikum. dpa

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