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Frankfurts Japan-Tour auch ohne Sieg ein Erfolg

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Eintracht Frankfurts Tuta
Tuta war bei Frankfurts 1:2-Testspielniederlage gegen Gamba Osaka erfolgreich. © Tom Weller/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa/Archiv

Eintracht Frankfurt verliert auch das zweite Testspiel in Japan, gewinnt in Fernost aber neue Freunde. Das zählt mehr als das sportliche Ergebnis.

Osaka - Oliver Glasner war die Testspiel-Niederlage von Eintracht Frankfurt zum Abschluss der Japan-Tour ausnahmsweise einmal egal. Statt einer tiefgreifenden Analyse nach dem 1:2 gegen Gamba Osaka gab es vom Trainer des Fußball-Bundesligisten zum Abschied ein paar warme Worte an die Gastgeber.

„Ich möchte mich im Namen der Mannschaft und von Eintracht Frankfurt für den tollen Empfang und die Gastfreundschaft, die wir auf allen Stationen in Japan erfahren haben, bedanken. Wir sind überall sehr freundlich und mit offenen Armen empfangen worden. Es war eine unglaublich tolle Erfahrung“, sagte Glasner.

Am Sonntag flog der Europa-League-Sieger mit vielen neuen Eindrücken zurück in die Heimat, wo es für die Profis erst einmal drei Tage frei gibt. Danach wird der Trainingsbetrieb noch bis zum letzten Auftritt des so erfolgreichen Jahres am 9. Dezember bei Atalanta Bergamo fortgesetzt. „Der Fußball stand einmal nicht so im Vordergrund. Wir haben uns Tempel angeschaut und Städte, waren viel unterwegs“, sagte Mittelfeldspieler Marcel Wenig.

Dennoch zeigte sich die Eintracht gegen Osaka am Samstag vor rund 16 000 Fans gegenüber dem 2:4 im Duell mit den Urawa Red Diamonds drei Tage zuvor deutlich verbessert. Nach dem Führungstor von Tuta (38. Minute) sah es lange nach einem Sieg aus, ehe Hiroto Yamami (81.) per Foulelfmeter und Yuki Yamamoto (88.) die Partie noch zugunsten der Hausherren drehten.

Trotz der Niederlage zog Glasner, der neben den sieben WM-Fahrern auch auf Kapitän Sebastian Rode verzichten musste, ein positives Fazit. „Es war ein guter fußballerischer Abschluss unserer Japan-Reise. 60 bis 70 Minuten haben wir gut gespielt, die Partie kontrolliert, jedoch versäumt, das zweite oder dritte Tor zu schießen. Nach dem Wechsel mit vielen jungen Spielern haben wir leider das Spiel noch verloren“, sagte der 48 Jahre alte Österreicher.

Die Mission in Fernost - neue Kontakte knüpfen und den Bekanntheitsgrad steigern - haben die Hessen trotzdem erfüllt. So beantworteten Rode und Luca Pellegrini vor der Partie am Eintracht-Stand in der Fanzone Fragen der einheimischen Journalisten und Zuschauer, bei denen Autogramme von und Selfies mit den beiden Frankfurter Profis besonders gefragt waren.

Den meisten Applaus der Zuschauer erhielt dann natürlich Makoto Hasebe. Der 38 Jahre alte Japaner wurde wie schon bei seinem Comeback nach auskurierter Knieverletzung am vergangenen Mittwoch für die Schlussviertelstunde eingewechselt. Glasner konnte die Niederlage angesichts der vielen positiven Eindrücke daher verschmerzen: „Es war ein tolles Spiel und eine tolle Atmosphäre in einem sehr schönen Stadion. Ich bin sehr froh, diese Erfahrungen aus einer Woche Japan mit nach Hause zu nehmen.“ dpa

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