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Im Winter wird es oft rutschig. Daher: Aufpassen!

Rutschgefahr

Heute wird's glatt! So schützen Sie sich vor Frostgefahren

Schnee und Eis besitzen einen unbestrittenen Charme. Doch wer das Haus verlässt, läuft auch Gefahr, auf Glatteis eine ungewollte Schlittschuheinlage hinzulegen oder sich zu verletzen. 

Akute Glatteisgefahr droht am dritten Advent in Hessen. Wir haben Meinungen von Experten für Sie zusammengetragen und Tipps und Tricks gesammelt, wie Sie effektiv durch die glatte Jahreszeit kommen.

Auf die Schuhe kommt es an 

Sie sind die Winterreifen für den Menschen - die richtigen Schuhe. Bei Glatteis  und Frost sollten Sie High Heels oder Sneaker besser daheim lassen. Schuhe mit Winterprofil halten nicht nur warm, sondern können Ihren Weg über beschwerliche und vereiste Flächen deutlich erleichtern. Darüber hinaus gibt es so genannte Schuh-Spikes, die sich schnell und unkompliziert am Schuh befestigen lassen und damit ein Ausrutschen verhindern.

Rutschgefahr bei Frost: Das raten Orthopäden

Als Fußgänger richtig verhalten 

Da hilft ein Blick in die Tierwelt. Obwohl das Watscheln wie ein Pinguin nicht besonders elegant aussieht, kann es Ihnen helfen, auf dem Glatteis nicht auszurutschen, rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Beim Pinguin-Gang wird der Körperschwerpunkt über dem auftretenden Bein ausgerichtet, wodurch Sie sicherer auf dem Eis gehen können. Sie sollten bei Frost langsam gehen und die Füße vorsichtig über das Eis schieben. Ebenfalls sollten Sie darauf achten, den kompletten Fuß zu belasten. Darüber hinaus kann es helfen, sich bei einer Person einzuhaken oder an einer Häuserwand oder einem Geländer Halt zu suchen. Beim Gehen unsichere Menschen sollten das Haus bei starker Glätte besser nicht verlassen. 


Im Falle eines Falles 

Sollten Sie doch bei Frost und Glatteis ausrutschen und ein Fall ist unausweichlich, kommt es darauf an, in welche Richtung sie fallen. Wichtig ist:Der Kopf muss geschützt bleiben. Wenn Sie nach hinten fallen, strecken Sie ihre Arme nach links und rechts aus und legen Sie das Kinn auf die Brust. So ist es möglich, den Sturz mit den Händen abzufedern. Sollten Sie vornüber kippen, empfiehlt es sich, eine Art Rollenbewegung zu machen. Dabei wird der Schwung weitergeleitet und Sie prallen nicht direkt auf den Boden. Wenn Sie beim Fallen nach vorne die Handgelenke anwinkeln, könnten Sie riskieren, sich ein Handgelenk zu brechen. 

Glatteis und Frost: So sind sie auch mit Auto und Fahrrad sicher

Beim Fahren mit dem Auto

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) empfiehlt beim Fahren auf möglicherweise vereisten Strecken eine kurze Bremsprobe, wenn keine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer besteht. So können Sie abschätzen, wie glatt der Untergrund momentan ist. Ein ausreichender Abstand zum Vordermann sollte im Winter immer gegeben sein. Abgeraten wird hingegen von ruckartigen Lenkbewegungen. Stattdessen sollten Sie schnell, aber gefühlvoll gegenlenken, falls ihr Fahrzeug ins Schleudern kommt. Ist die Fahrbahn nach Eisregen vereist, rät der ADAC zum Abstellen des Fahrzeuges und auf das Warten des Räumungsdienstes. Die Haftung zwischen Straße und Reifen sei bei diesem so genannten Blitzeis nicht mehr gewährleistet.

Beim Fahren mit dem Fahrrad 

Auch beim Fahrrad verschlechtern Eis und Schnee die Bodenhaftung zwischen Straße und Reifen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) empfiehlt, frühzeitig zu bremsen und nur mit gelöster Bremse um Ecken zu fahren. Alternativ können Sie auch etwas Luft aus den Reifen lassen. Dadurch wird die Kontaktfläche zum Boden erhöht, was für mehr Haftung auf dem Asphalt sorgt. Falls der Radweg nicht geräumt ist, wird empfohlen, auf der Fahrbahn zu fahren.

von Marvin Ziegele

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