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Per Hubschrauber wurde der Leichnam ins Tal geflogen (Symbolbild).

Unglück in den Alpen

Urlauber rutscht aus und stürzt in den Tod - vor den Augen seiner Frau

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Ein tragisches Bergunglück hat sich bei Farchant im Kreis Garmisch-Partenkirchen ereignet. Vor den Augen seiner Frau rutschte ein Bergsteiger aus - und stürzte 40 Meter in die Tiefe.

Farchant - Es sollte eine schöne Tour bei traumhaften Herbstwetter auf den Fricken bei Farchant im Landkreis Garmisch-Partenkirchen werden. Daraus wurde ein Alptraum für das Ehepaar aus Maintal in Hessen. Der 70-Jährige und seine 67-jährige Ehefrau parkten am Schwimmbadparkplatz in Farchant und starteten ihre Tour gegen 12 Uhr am Dienstag.

Farchant/GAP: Traumtour wird zum Alptraum: Vor Augen seiner Frau rutscht Ehemann weg

Von dort geht es über einen Waldlehrpfad nach oben. Im Anschluss folgt ein steiler Steig in Richtung des Gipfels Fricken. Dort ging es für die beiden nicht mehr so flott voran. Als sie sich laut Polizei nicht mehr auskannten, entschlossen sie sich zur Umkehr über denselben steilen Steig wieder in Richtung Farchant. Das geschah laut Polizei gegen 14.45 Uhr.

Gegen 15.45 Uhr kam es zum Unglück. Der 70-Jährige rutschte in einer steilen Kehre auf losem Untergrund aus und stürzte über einen steilen Berghang ab. Er kam erst nach etwa 40 Höhenmetern zum Liegen.

Tödliches Bergunglück bei Farchant: Frau leistet noch erste Hilfe - vergebens

Seine Frau lief sofort hinterher und leistete Erste Hilfe. Doch für ihren Mann kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle. 

Die Ehefrau wurde durch den Kriseninterventionsdienst der Bergwacht betreut und zu Tal gebracht. Der Leichnam wurde durch zwei Polizeibergführer und vier Bergwachtangehörige der Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen geborgen und mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen.

Es ist nicht das erste Wanderunglück dieser Bergsteigersaison in der Region Garmisch-Partenkirchen. Anfang September stürzte ein Bergsteiger an der Zugspitze in den Tod (Merkur.de*). Erst einen Tag später konnte seine Leiche geborgen werden. Mitte August sorgte der Tod eines 36 Jahre alten erfahrenen Bergsteigers auf dem Weg zur Bergmesse am Frauenalpl-Kreuz in Garmisch-Partenkirchen für Entsetzen und Trauer (Merkur.de*).

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kmm

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