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„Im schlimmsten Fall verletzt oder sogar getötet“: Neue Regeln für Mähroboter gefordert

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Mähroboter können laut BUND eine Gefahr für Kleintiere und Kleinkinder darstellen.
Mähroboter können laut BUND eine Gefahr für Kleintiere und Kleinkinder darstellen. © IMAGO / imagebroker / IMAGO / Michael Gstettenbauer

Die Sonne strahlt, die Temperaturen steigen: Zeit, den Garten auf Vordermann zu bringen. Doch wer hier auf technische Hilfe zurückgreift, sollte einiges beachten.

Wiesbaden - Sie sind klein, recht langsam und machen keine allzu lauten Geräusche. Und dennoch: Mähroboter stellen wohl eine Gefahr dar. Das zumindest sagt jetzt der BUND Naturschutz Hessen in einer aktuellen Mitteilung. Die kleinen Alltagshelfer können demnach für Kleintiere und Kleinkinder gefährlich werden, besonders in der Nacht stellen sie wohl ein erhebliches Risiko dar.

Gefahr im Garten: BUND warnt vor Rasenmähern - „Im schlimmsten Fall sogar getötet“

„Bei Tests wurde herausgefunden, dass einige handelsübliche Mähroboter eine Gefahr für krabbelnde oder spielende Kinder und Tiere darstellen“, so der BUND in der Erklärung. Und weiter: „Durch die rotierenden Messer wurden Hände und Füße von Kleinkindern sowie Pfoten von Tieren verletzt“, erklärt Susanne Steib, Wildtierbiologin beim BUND Hessen die Gefahren der Mähroboter. Viele Nutzer lassen ihre Geräte in der Nacht laufen, um Begegnungen zu vermeiden. Doch das stellt laut BUND eine weitere Gefahr dar: „Dadurch werden jedoch nachtaktive Tiere, wie Igel, Lurche, Echsen und Insekten gefährdet und im schlimmsten Fall schwer verletzt oder sogar getötet.“

Mähroboter als große Gefahr? Kleintiere und Kleinkinder wohl in Gefahr

Auf Grund der skizzierten Lage empfiehlt der BUND dar ein „Nachtfahrverbot für Mähroboter“. „Generell sollten die Geräte nur unter Aufsicht laufen, um Kinder und (Haus)Tiere zu schützen“, so der BUND abschließend. Ob sich Gartenfreunde daran halten - ungewiss. Generell können nur die wenigsten Menschen von sich behaupten, einen Garten zu Verfügung zu haben, viel mehr begnügen sich mit einem Balkon. Doch egal ob Mieter oder Eigentümer – nicht alles, was auf dem Balkon üblich erscheint, ist auch erlaubt. (los)

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