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Gastgewerbe ächzt unter Pandemie und Kostensteigerungen

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Coronavirus - Frankfurt am Main
Salz, Pfeffer und ein Aschenbecher stehen auf einem Tisch im Außenbereich eines Restaurants. © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Nach einem pandemiebedingt schwachen Jahresstart für das hessische Gastgewerbe sorgen höhere Kosten für neue Probleme. Die Gäste müssen sich auf Preisanhebungen einstellen, wenn sie auswärts essen gehen oder übernachten wollen. Viel Spielraum haben Hoteliers und Wirte allerdings nicht.

Wiesbaden - Neben den Folgen der Corona-Pandemie machen nun auch die Preis- und Kostensteigerungen bei Lebensmitteln und Energie dem hessischen Gastgewerbe zu schaffen. Von Januar bis März hätten die Umsätze um 38 Prozent unter dem Niveau des gleichen Zeitraumes im Vor-Corona-Jahres 2019 gelegen, wie aus einer Umfrage des Branchenverbandes Dehoga Hessen unter 420 Betrieben des Gastgewerbes hervorgeht. Sie lag der Deutschen Presse-Agentur vor. „Das ist und bleibt heftig, ganz besonders mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Julius Wagner. Steigende Kosten und ein akuter Mitarbeitermangel bremsten die Betriebe aus.

Auch die Buchungslage zu Ostern in der Hotellerie und Gastronomie sei derzeit „ausbaufähig“. 44 Prozent der Betriebe bewerteten sie als schlecht bis sehr schlecht, die übrigen 56 Prozent zeigten sich zufrieden mit den Reservierungen und Übernachtungsanfragen zu den Feiertagen. „Anders gesagt, Kurzurlaube über Ostern in den hessischen Destinationen sind auch kurzfristig für die Gäste plan- und machbar“, so Wagner.

Für 88 Prozent der befragten Betriebe zählen die steigenden Energiekosten zu den größten aktuellen Herausforderungen, gefolgt von steigenden Lebensmittelpreisen (85,5 Prozent), den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise (70,9 Prozent), steigenden Personalkosten (60,1 Prozent) sowie dem akuten Mitarbeitermangel (55,6 Prozent).

Bei den Preissteigerungen stünden Speiseöl und Mehl ganz oben. All das bewirke, dass die Menschen sich auch im Gastgewerbe auf höhere Preise einstellen müssten, erklärte der Verband. „Inwieweit die Betriebe an der Preisschraube nach oben drehen können, ist höchst differenziert zu beantworten und eine individuelle unternehmerische Frage“, so Wagner.

Dabei müsse der Spagat gelingen, die Gäste einerseits nicht zu überfordern und andererseits die Kostensteigerungen wirtschaftlich zu verkraften. „Wir werben für Verständnis für Preisanpassungen. Mitarbeiter sollen besser bezahlt werden. Das ist gut und richtig so, und das wollen alle. Also muss man auch bereit sein, dafür den Euro mehr beim Essen im Restaurant zu zahlen.“ Der Verband bekräftigte zudem seine Forderung nach einer Entfristung der gesenkten Mehrwertsteuer auf Speisen. dpa

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