Justitia
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Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts.

Geldstrafe für Vorarbeiter nach schwerem Arbeitsunfall

Nach einem schweren Arbeitsunfall an einer Hochhausbaustelle in Frankfurt ist ein 61 Jahre alter Vorarbeiter vom Amtsgericht Frankfurt zu 1000 Euro Geldstrafe (50 Tagessätze) verurteilt worden. Das Gericht ging am Freitag von fahrlässiger Baugefährdung und fahrlässiger Körperverletzung aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (AZ 3632 Js 221408/19).

Frankfurt/Main - Der Angeklagte sollte an der Baustelle mehrere Aufenthaltscontainer zusammenfügen. Dabei verschraubte er laut Anklage zwei der Elemente nicht ordnungsgemäß. Als ein Bauingenieur (37) die Stelle passierte, gab das Podest nach und der Mann stürzte acht Meter in die Tiefe. Seit dem Vorfall im Januar 2019 ist er auf Krücken angewiesen und krankgeschrieben.

Vor Gericht verwies der Angeklagte auf mögliche andere Schuldige, die das falsche Containerteil geliefert beziehungsweise den Aufbau nicht wie vorgeschrieben abgenommen hätten. An der Schuld des Vorarbeiters aber ändere dies laut Urteil nichts. Die Strafverfahren gegen seine Kollegen waren eingestellt worden. Der Angeklagte hatte sich der Einstellung widersetzt und einen Freispruch gefordert. dpa

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