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16.10.2018, Hessen, Wiesbaden: Volker Bouffier (CDU), hessischer Ministerpräsident und Spitzenkandidat für die Landtagswahl, steht vor einem Plakat für den Schlussspurt im Landtagswahlkampf. Am 28. Oktober 2018 findet die Landtagswahl in Hessen statt. Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Gemischtes Echo auf Idee eines Demokratie-Feiertags

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat im September die Einführung eines zusätzlichen arbeitsfreien Feiertags im Bundesland vorgeschlagen.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat im September die Einführung eines zusätzlichen arbeitsfreien Feiertags im Bundesland vorgeschlagen. Von diesem „Tag der Demokratie” erhofft sich der Landesvater größere Aufmerksamkeit für den Wert der Demokratie. Dieser Feiertag solle auch genutzt werden für Landtagswahlen - nicht an einem Sonntag wie üblich, sondern an einem Mittwoch.

Diese Idee trifft bei einigen befragten Prominenten aus Hessen auf ein geteiltes Echo. Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, sagt: „Angesichts der Feiertagskultur, die sich in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat, glaube ich nicht, dass das die Wahlbeteiligung steigert.” Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, findet dagegen: „Das könnte durchaus ausprobiert werden. Mein Vorschlag: Wiedereinführung des Buß- und Bettages und diesen Tag auch regelmäßig als Wahltag nutzen.”

Moderatorin und Theater-Regisseurin Franziska Reichenbacher sagt: „Die Idee, einen Feiertag der Demokratie einzuführen, würde ich absolut begrüßen.” Aber von einem Extra-Wahltag an einem Werktag hält sie nichts: Sonntage seien würdige Wahltage. Auch Moderatorin Bärbel Schäfer beurteilt: „Sonntage sind Wahltage - das reicht. Da braucht es nicht noch Feiertage.”

(dpa)

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