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Gericht weist Klage nach strittiger Kosmetikbehandlung ab

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Zwei „schwarze Balken“ statt schöner neuer Augenbrauen: Da er mit dem Ergebnis seiner Kosmetikbehandlung in einem Wiesbadener Studio unzufrieden war, zog ein Mann vor Gericht. Allerdings vergeblich. Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) sah in der beanstandeten Behandlung mit sogenanntem Permanent Make-up keinen begründeten Mangel, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte.

Wiesbaden/Frankfurt - Allein die „Geschmacksabweichungen“ reichten nicht aus, denn der Kläger habe einen „künstlerischen Gestaltungsspielraum“ hinzunehmen.

Der Mann war bereits vor dem Landgericht Wiesbaden mit seinem Ansinnen gescheitert, 3500 Schmerzensgeld sowie die Erstattung der Kosten für eine Korrekturbehandlung zu erstreiten. Auf den Beschluss des OLG hin habe er die Berufung zurückgenommen, die Entscheidung sei rechtskräftig, erklärte die OLG-Sprecherin.

Die Richter argumentierten unter anderem, es habe keine konkreten Vorgaben für die Behandlung gegeben. Im Gegenteil: Der Mann habe per Unterschrift unter anderem bestätigt, dass vor der Pigmentierung das permanente Make-up vorgezeichnet und mittels Spiegel gezeigt worden sei. Gleiches gelte für die ungefähre Farbe. Außerdem unterzeichnete er eine Art „Abnahme“ für das Endergebnis und zahlte 280 Euro.

Erst später beschwerte er sich, die Pigmentierung entstelle ihn, es seien „zwei schwarze Balken“ in Höhe der Augenbrauen tätowiert worden. Die OLG-Richter erklärten dagegen, der Kläger habe nicht bewiesen, dass die „balkenförmig mit Spitzzulauf ausgeführte Tätowierung“ von der Absprache mit dem Kosmetikstudio abweicht. dpa

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