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Eröffnung "K1"-Sessellift in Willingen.

Pulverschnee auf der Wasserkuppe

Ski- und Rodelspaß auf weißen Pisten: Beste Voraussetzungen für Wintersportler in Hessen

Ab auf die Piste: Auf der Wasserkuppe liegt etwa 30 Zentimeter Pulverschnee. Beste Voraussetzungen für Skifahrer und Rodler also, sich vor dem Ende der Schulferien auf den heimischen Pisten auszutoben.

Gersfeld - Wintersportler in Hessen können sich freuen. Endlich ist es auch in den hessischen Mittelgebirgen weiß: Auf der Wasserkuppe lagen am Donnerstagnachmittag etwa 30 Zentimeter Pulverschnee, wie eine Sprecherin von Rhön Tourismus mitteilte. Mit dem Schlittenlift "Wie-Li", dem "Märchenwiesen"-Lift und dem Förderband "Zauberteppich" könne man bereits ins hessische Winterparadies reisen. Am Wochenende könnten noch weitere Lifte dazu kommen.

Langersehnter Schnee

"Die Leute haben auf Schnee gewartet", sagte Horst Mikliss von der Touristen-Information in Gersfeld. "Es ist richtig was los." Am Sonntag enden in Hessen die Schulferien. Laut Mikliss freut der Schnee vor allem diejenigen, die wegen drohender Lawinen doch nicht in den Alpen-Urlaub gefahren sind. Ein größeres Hotel in Gersfeld soll noch kurzfristig viele Buchungen für das Wochenende bekommen haben. Auch die Skischulen bekommen die Anfragen nach eigenen Angaben kaum bewältigt. Besonders für Langläufer sei in der Rhön alles hergerichtet, die Loipen gewalzt und gespurt. Man sei in der glücklichen Lage, weit oben zu sein, wo der Schnee nicht so schnell schmelze. "Ganz im Gegenteil, er wird zunehmen", erklärte Mikliss. "Inklusive nächster Woche sind wir hier ein Wintersportparadies."

Eröffnung des "K1"-Sessellift in Willingen.

Der passionierte Skifahrer Peter Spiegel war diese Woche schon drei Mal auf der Piste. Am Wochenende bleibe er aber zuhause: "Dann machen die hier den zweiten Lift auf. So was spricht sich rum, und dann kommen viel zu viele Leute", sagte der Solmser.

Auch Schnee in Willingen

Auch der Wintersport-Ort Willingen konnte sich in den letzten Tagen über Schneefall freuen. Der Naturschnee reiche aber noch nicht aus, um zu fahren und die Pisten präparieren zu können, erklärte eine Sprecherin des Tourismus-Büros. Deshalb müsse man nachhelfen. "Aktuell beschneien wir mit allem, was wir besitzen. Wir planen, die Maschinen so lange es geht durchschneien zu lassen", sagte die Sprecherin. Eine Sesselbahn und ein Förderband sind schon in Betrieb.

Winter in der Rhön.

Der mit 1500 Metern längste Sessellift Hessens wurde Anfang der Woche eröffnet. Ein weiterer Lift soll noch vor dem Wochenende dazu kommen - nächste Woche sollen alle Pisten befahrbar sein. "Wenn es morgen wieder anfängt zu regnen, werden wir das nicht schaffen, alle Pisten fertig zu kriegen. Aber es ist unsere Hoffnung", sagte sie. "Was die Bayern im Moment zu viel haben, fehlt uns einfach noch von Frau Holle."

Andere stecken im Schnee-Chaos fest

In Wintersport-Gebieten in Bayern und Österreich sitzen derweil mehrere hessische Familien und Wintersport-Gruppen in den Schneemassen fest. Es ist fraglich, ob die Skischüler einer hessischen Ski-Freizeit es pünktlich zurück in den Schulunterricht schaffen. Das hessische Kultusministerium gibt Entwarnung: "In diesem Fall handelt es sich um höhere Gewalt, die als Begründung natürlich zulässig ist", teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Vergleichbar sei auch ein Fehlen, wenn durch Glatteis Schulbusse nicht fahren könnten.

(dpa/red)

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