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Gesprengte Salzbachtalbrücke verursacht Kosten von Millionen

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Salzbachtalbrücke
Zahlreiche Bagger und Baufahrzeuge sind emsig bei der Arbeit inmitten der Schuttberge bei einer Baustellenführung im Bereich der ehemaligen Salzbachtalbrücke. © Frank Rumpenhorst/dpa

Der Wegfall der im November gesprengten Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden verursacht nach Ansicht der IHK Wiesbaden täglich einen volkswirtschaftlichen Schaden von mindestens 350.000 Euro. Seit Beginn der Sperrung des maroden Bauwerks im Juni seien damit zusätzliche Kosten von mehr als 52 Millionen Euro entstanden, teilte die IHK am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Wiesbaden - Bis zur geplanten Neueröffnung des südlichen Brückenteils im März 2023 summiert sich der Schaden demnach auf über 190 Millionen Euro.

Für ihre Berechnung ist die IHK davon ausgegangen, dass die rund 80.000 Fahrzeuge, die einst täglich die Brücke passierten, nun Umwege nehmen müssen oder im Stau stehen. Individuelle Umsatzeinbußen oder Produktivitätsverluste der betroffenen Unternehmen sowie Umwelt- und Gesundheitskosten wurden nicht berücksichtigt. „Unsere Berechnungen bilden den absoluten Mindestbetrag ab, den uns der Brückenschaden jeden Tag kostet“, sagte IHK-Präsident Christian Gastl.

Die 1963 errichtete Salzbachtalbrücke der Autobahn 66 verbindet Frankfurt und Wiesbaden mit dem Rheingau. Das gut 300 Meter lange Bauwerk war einsturzgefährdet und wurde daher zunächst für den Verkehr gesperrt, dann gesprengt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Die A66 gilt als eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen im Rhein-Main-Gebiet. dpa

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