Landgericht Frankfurt/Main
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Das Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt.

Gewalt im Job-Center: Geldstrafe für 46-Jährigen

Frankfurt/Main - Nach einem Gewaltausbruch in einem Job-Center ist ein Mann vom Amtsgericht Frankfurt zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 46 Jahre alte Angeklagte hatte im Juni vergangenen Jahres zunächst eine Glastür eingetreten und damit einen Schaden von rund 11.000 Euro verursacht. Kurz darauf ging er mit Fäusten gegen zwei Sicherheitsmitarbeiter sowie einen Sachbearbeiter vor.

Hintergrund war ein finanzieller Vorschuss, den der arbeitslose Mann benötigte, um die bei der früheren Ehefrau wohnenden Kinder besuchen zu können. Laut dem Urteil vom Dienstag muss der Mann 1500 Euro (150 Tagessätze) als Strafe zahlen.

Vor Gericht hatte der Angeklagte die Vorwürfe des Hausfriedensbruchs, der Sachbeschädigung und der Körperverletzung bestritten. Er sei selbst von den Sicherheitsleuten misshandelt worden, sagte er. Ein von ihm wegen versuchten Totschlags eingeleitetes Strafverfahren gegen sie wurde allerdings zwischenzeitlich eingestellt. Das Gericht hielt sich im Urteil jedoch an die als glaubwürdig empfundenen Zeugenaussagen. Diese hätten keinerlei Anlass, um den Angeklagten zu Unrecht zu belasten, hieß es. Strafmildernd wurde der Umstand gewertet, dass gegen den 46-Jährige noch keine Vorstrafen vorlagen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. dpa

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