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Gewerbesteueraufkommen höher als vor der Corona-Pandemie

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In der Mehrzahl der hessischen Kommunen haben sich die Gewerbesteuereinnahmen 2021 im Vergleich zum Krisenjahr 2020 deutlich erholt. Hessens Finanzminister freut sich - mahnt aber auch, dass die Krise noch nicht vorbei ist.

Wiesbaden - Hohe Einnahmen in Frankfurt, Marburg und Eschborn haben 2021 maßgeblich dazu geführt, dass das Gewerbesteueraufkommen in Hessen im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 gestiegen ist. Wie das Statistische Landesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lagen die hessischen Gewerbesteuereinzahlungen im zurückliegenden Jahr bei 6,2 Milliarden Euro.

Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, ist das ein Plus von 14,5 Prozent (792 Millionen Euro). Verglichen mit dem ersten Corona-Jahr 2020 nahmen die Gewerbesteuereinzahlungen laut Statistik um 40,2 Prozent (1,8 Milliarden Euro) zu.

Der deutliche Zuwachs zeige, dass die hessische Wirtschaft in der Krise die richtigen Hilfen bekommen habe und auf einem guten Weg sei, erklärte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) in Wiesbaden. „Die Entwicklung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Corona-Krise auch wirtschaftlich noch nicht durchgestanden ist.“

Zu den großen Profiteuren zählt 2021 die Stadt Frankfurt, die 2,1 Milliarden Euro Gewerbesteuern einnahm - 38,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 4,1 Prozent mehr als 2019, so das Landesamt.

Marburg erreichte 2021 den Angaben zufolge mit 485 Millionen Euro das zweithöchste Gewerbesteueraufkommen in Hessen, 2019 hatte diese Summe in der Universitätsstadt lediglich 105 Millionen Euro betragen. Nachdem der Impfstoffhersteller Biontech im vergangenen Herbst ein Produktionswerk in Marburg übernahm, hatte die Stadt erheblich mehr Gewerbesteuereinnahmen erwartet. In Eschborn nahe Frankfurt kletterten die Gewerbesteuereinzahlungen auf 250 Millionen Euro - fast 50 Prozent mehr als 2019.

Im Vergleich zum letzten Jahr vor der Corona-Krise hätten insgesamt 61,3 Prozent der hessischen Kommunen ihre Gewerbesteuereinzahlungen im Jahr 2021 steigern können, teilten die Statistiker weiter mit. Verglichen mit 2020 seien diese Einnahmen in mehr als drei Viertel aller Kommunen (76,8 Prozent) gewachsen. dpa

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