Goethe-Universität in Frankfurt
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Der Schriftzug „Johann Wolfgang Goethe-Universität“ steht auf dem Campus.

Goethe-Universität mit 3G fast komplett im Präsenzbetrieb

Drei Semester lang waren die Lehrveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Nun soll es wieder losgehen - mit Kontrollen am Eingang.

Frankfurt/Main - Hessens größte Hochschule fährt im 3G-Modell den Präsenzbetrieb wieder hoch: Zum Vorlesungsstart am 18. Oktober sollen wieder 75 bis 85 Prozent aller Veranstaltungen auf dem Campus stattfinden, sagte der Präsident der Goethe-Universität, Enrico Schleiff, der Deutschen Presse-Agentur. „In einigen Fachbereichen sind es auch 100 Prozent.“

Er ergänzte: „Wir sind es unseren Studierenden, aber auch unseren Lehrenden schuldig, dass wir jetzt so viel Präsenz realisieren wie unter Corona-Bedingungen verantwortbar ist, bevor die Pandemie hoffentlich im nächsten Jahr vorbei ist.“ Wissenschaft lebe von Kommunikation und Begegnung. Die vergangenen eineinhalb Jahre hätten gezeigt: „Wissensvermittlung funktioniert digital - auf Dauer leidet aber der Wissenschaftsdiskurs.“

Mit dem Semesterbeginn am 4. Oktober müssen Studierende entweder geimpft, genesen oder getestet sein, wenn sie ein Hochschulgebäude betreten. Kontrollen seien allerdings nur in Stichproben möglich, sagte Schleiff. Die Hochschule hat dafür einen Dienstleister engagiert. Wer möchte, kann sein Impfzertifikat auf dem Hochschulausweis elektronisch hinterlegen. Auch die Mensen sollen wieder öffnen. Weiterhin virtuell laufen sollen auch im Wintersemester große Vorlesungen, bei denen es vorwiegend um reine Wissensvermittlung geht.

Die vergangenen drei Semester seien für alle „eine sehr harte, belastende Zeit“ gewesen, sagte Schleiff. „Wir sind darauf vorbereitet, dass nach dem Neustart die Nachfrage nach verschiedenen Unterstützungsangeboten steigen werden und haben entsprechende Hilfsangebote etabliert.“ Im Rückblick werde sich aber wohl zeigen, dass diese Zeit auch Positives hervorgebracht habe, sagte Schleiff: „Als Organisation haben wir eine steile Lernkurve hingelegt: Auf große Herausforderungen reagieren wir nicht nur, sondern können diese mutig, kreativ und schnell anpacken. Das schafft neues Selbstbewusstsein.“

Der Molekularbiologe Enrico Schleiff ist seit 2021 Präsident der Frankfurter Goethe-Universität. Er hatte zum Jahreswechsel Birgitta Wolff beerbt, die im Sommer 2020 nicht mehr wiedergewählt worden war. Schleiff ist für sechs Jahre gewählt. Seit 2007 ist er Professor am Institut für Molekularbiologie der Goethe-Universität. 2012 bis 2018 war er zudem Vizepräsident der Hochschule. dpa

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