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Großmakler JLL sieht Dämpfer auf Frankfurter Wohnungsmarkt

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Der heiß gelaufene Frankfurter Immobilienmarkt hat sich nach Einschätzung des Großmaklers JLL etwas abgekühlt. Im zweiten Halbjahr 2021 seien die angebotenen Wohnungspreise deutlich weniger gestiegen als im mittelfristigen Schnitt und die Angebotsmieten im Mittel gar gesunken, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse von Jones Lang LaSalle (JLL).

Frankfurt - Bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen verzeichnete JLL in Frankfurt im zweiten Halbjahr einen Anstieg von 5,3 Prozent auf 6900 Euro je Quadratmeter. Das sei deutlich weniger als der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre (plus 10,6 Prozent) und der geringste Preiszuwachs unter den acht größten Städten Deutschlands. Unter anderem in Berlin, München und Düsseldorf stiegen demnach die Kaufpreise prozentual zweistellig. „In Frankfurt rühren die Signale aus dem Bereich der Bestandsimmobilien, aber auch im Neubausegment gibt es zuletzt eine deutliche Verlangsamung des Wachstums der Angebotskaufpreise“, sagte JLL-Experte Sebastian Grimm.

Die Angebotsmieten in den Bankenstadt seien um 3,1 Prozent auf im Mittel 15,50 Euro je Quadratmeter und Monat gesunken, was allerdings auf einen Effekt bei den Spitzenmieten zurückzuführen sei. „Während in dem Segment im Jahr 2020 und im ersten Halbjahr 2021 viele Spitzenobjekte angeboten wurden, fehlte in der zweiten Jahreshälfte ein entsprechender Schub durch das Topsegment am Markt“, sagte Grimm.

Allgemein lässt laut JLL die Dynamik bei den Mieten in den deutschen Metropolen nach, während der Anstieg auf dem Land über dem mittelfristen Trend liege. dpa

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