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Gründau setzt im Kampf gegen Fliegen auf Maßnahmenbündel

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Seit Jahren trübt eine Fliegenplage in Gründau die Vorfreude auf den Sommer. Mit einer Reihe von Maßnahmen will die Gemeinde im Main-Kinzig-Kreis den Plagegeistern in diesem Jahr zu Leibe rücken. Warum sie von ihnen heimgesucht wird, steht auch nach mehreren Gutachten nicht fest.

Gründau - Mit einer ganzen Reihe koordinierter Maßnahmen wappnet sich die Gemeinde Gründau gegen die seit Jahren in der warmen Jahreszeit auftretende Fliegenplage. Die Maßnahmen gehören zu einer gemeinsamen Strategie des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises, der Gemeinde Gründau sowie von den beteiligten Recyclingunternehmen, wie der Main-Kinzig-Kreis am Mittwoch mitteilte. An diesem Donnerstag werde auch der Gründauer Bürgermeister Gerald Helfrich (parteilos) in der Sitzung des Bau-, Planungs-, Verkehrs-, Agrar- und Umweltausschusses über den Sachstand informieren.

Betroffen von den Quälgeistern war in den vergangenen Jahren vor allem der Ortsteil Lieblos, aber auch in Niedergründau und Rothenbergen waren die Fliegen immer wieder Thema. Um die Ursachen zu ermitteln und Lösungen zu finden, waren bereits mehrere Gutachten erstellt worden. Eine klare Ursache für die Fliegenplage habe jedoch „trotz mehrerer Auswertungen bisher nicht zuverlässig ermittelt werden“ können, hieß es in der Mitteilung.

Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen gehöre, dass der Grünschnitt-Anteil im Verhältnis zum Bioabfall deutlich erhöht worden und nur noch Anlieferungen aus wöchentlichen Leerungen der Biotonnen angenommen würden, hieß es in der Mitteilung. „Damit sind die biologischen Voraussetzungen für die Fliegenlarven deutlich verschlechtert worden.“ Zudem seien Nistkästen an der Kompostanlage angebracht worden, damit sich Vögel dort ansiedeln und die Fliegen auf natürlichem Weg reduzieren können. Als weitere Maßnahmen würden Hofflächen, das Kanalsystems und Sickerwasserbecken sowie Ritzen und Ecken intensiver gereinigt, um auch überwinternde Fliegenlarven zu beseitigen.

Sollte es im Frühjahr zu einer massiven Vermehrung der Insekten kommen, stehe ein Fachunternehmen zur unmittelbaren Bekämpfung bereit, hieß es weiter. Hinzu kommen soll künftig auch eine genauere Kontrolle, was in den Biotonnen landet gemäß der beschlossenen Verschärfung der Bioabfallverordnung. Als Problem wurden in der Mitteilung auch die angeblich kompostierbare Mülltüten bezeichnet. Das Material sei für die Kompostanlage „völlig ungeeignet und zudem eine Brutstätte für Fliegenmaden“. Papiertüten seien unbedingt vorzuziehen. dpa

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