1. Startseite
  2. Hessen

Grüne: Abhängigkeit von fossilen und atomaren Quellen fatal

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Tarek Al-Wazir
Tarek Al-Wazir (Bündnis90/Die Grünen), Wirtschaftsminister von Hessen. © Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien in Hessen angekündigt. „Der Schutz unseres Klimas und die Sicherheit unserer Versorgung verlangen, unsere fatale Abhängigkeit von fossilen und atomaren Quellen so schnell wie möglich zu beenden“, sagte der Minister am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden.

Wiesbaden - Hessen sei in den vergangenen Jahren bereits ein großes Stück vorangekommen. Wind, Sonne und andere erneuerbare Quellen lieferten inzwischen mehr als die Hälfte der hessischen Stromerzeugung. „Bis 2045 sollen sie unseren gesamten Strom- und Wärmebedarf decken.“

Der Minister verwies auf die kommende Neufassung des hessischen Energiegesetzes. Neben dem Ausbau der Produktion gehe es auch um effizienteren Umgang mit Strom und Wärme. „Die günstigste und sauberste Energie ist die, die man gar nicht erzeugen muss.“

Nach Einschätzung der SPD-Fraktion kommt Hessen jedoch nicht bei der Energiewende voran. Gerade in Hinblick auf die Windkraft sei die Energiewende faktisch zum Stillstand gekommen. „Hessen kann mehr“, mahnte der Abgeordnete Stephan Grüger.

Auch der Linke-Energieexperte Axel Gerntke kritisierte, der Ausbau der Windenergie stocke und das Potenzial der Photovoltaik werde nicht genutzt. Die Landesregierung zeige sich unfähig, Energie einzusparen und den Ausbau der erneuerbaren Energie zu beschleunigen.

FDP-Fraktionschef René Rock forderte, es müsse einen Einstieg in eine innovative, technologieoffene Energiepolitik und die Wasserstoffwirtschaft geben. Statt auf innovative Technologien zu setzen, fokussiere sich die Landesregierung noch immer zu sehr auf den Windkraftausbau.

Andreas Lichert von der AfD-Fraktion sprach sich gegen die Förderung von erneuerbaren Energien aus. Erneuerbare Energien würden die Strompreise für die Verbraucher nicht senken. dpa

Auch interessant

Kommentare