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Grüne blicken zuversichtlich auf Zusammenarbeit mit Rhein

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Mathias Wagner spricht
Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen Landtag, spricht. © Sebastian Gollnow/dpa

Die hessischen Landtags-Grünen haben sich zuversichtlich gezeigt mit Blick auf die Zusammenarbeit mit dem möglichen künftigen hessischen Ministerpräsidenten und CDU-Vorsitzenden Boris Rhein. „Der Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen wurde für die gesamte Legislaturperiode geschlossen und gilt“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Mathias Wagner am Freitag in Wiesbaden.

Wiesbaden/Fulda - Als Landtagspräsident habe Rhein sich „in den vergangenen Jahren den Respekt unserer Fraktion wie auch des gesamten Landtags erworben. Er hat gezeigt, dass er auch in schwierigen Situationen den richtigen Ton trifft und unterschiedliche Interessen zusammenführen kann.“

Zuvor hatte der amtierende Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) beim „Künzeller Treffen“ seiner Partei in Fulda bekanntgegeben, dass Rhein ihm als hessischer Regierungschef und CDU-Vorsitzender nachfolgen soll. Um Rheins Programm noch besser kennenzulernen und sich über die weitere Arbeit auszutauschen, habe man ihn für kommenden Dienstag in die Fraktion eingeladen. Nach dem Wechsel der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzenden Nancy Faeser in die Bundespolitik sei der Rückzug von Volker Bouffier (CDU) die zweite große personelle Veränderung innerhalb kurzer Zeit. Der Ausgang der Landtagswahl im Herbst 2023 sei „völlig offen“, so Wagner. „Die politischen Karten in Hessen werden bei der Landtagswahl 2023 neu gemischt. Alles ist möglich – auch ein Dreikampf um die Staatskanzlei.“

Wagner würdigte auch Bouffier, den man in seiner Rolle als Landesvater und in den acht Jahren der gemeinsamen Arbeit „neu kennen und schätzen gelernt“ habe. „Es ist der Koalition gelungen, unterschiedliche Sichtweisen auf die Welt und Vorstellungen für die Zukunft zum Wohle unseres Landes zusammenzubringen. Das ist ganz wesentlich Volker Bouffier und seiner Fähigkeit zum Brückenbauen und seiner Verlässlichkeit zu verdanken.“ dpa

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