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Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen), Grünen-Spitzenkandidat und hessischer Wirtschaftsminister.

Grüne folgen CDU-Einladung: Auch Gespräche mit SPD und FDP

Zwei Tage nach der Landtagswahl haben Hessens Grüne die Einladung ihres bisherigen Koalitionspartners CDU zu Sondierungsgesprächen über eine Regierungsbildung angenommen.

Zwei Tage nach der Landtagswahl haben Hessens Grüne die Einladung ihres bisherigen Koalitionspartners CDU zu Sondierungsgesprächen über eine Regierungsbildung angenommen. Zugleich beschloss der Landesvorstand nach Mitteilung vom Dienstagabend, seinerseits SPD und FDP zu Gesprächen einzuladen. „Der Vorstand wird nun Termine mit den beiden Gesprächspartnern vereinbaren”, hieß es.

Die Grünen-Landesvorsitzenden Angela Dorn und Kai Klose betonten: „Wir haben immer klar gesagt, dass wir nach der Wahl mit allen demokratischen Parteien, mit denen ein Bündnis rechnerisch möglich ist, über mögliche Schnittmengen und Konflikte sprechen wollen. Das setzen wir jetzt in die Tat um.”

Die SPD war bei der Hessen-Wahl am Sonntag auf einen historischen Tiefstand von 19,8 Prozent abgerutscht. Die Grünen erzielten ebenfalls 19,8 Prozent, haben jedoch 94 Stimmen Vorsprung vor den Sozialdemokraten. Somit könnte die Partei in einem Bündnis mit SPD und FDP den Regierungschef stellen. Stärkste Partei im Wiesbadener Landtag ist trotz massiver Verluste die CDU von Ministerpräsident Volker Bouffier mit 27 Prozent.

Mit den Sondierungsgesprächen beauftragte der Grünen-Vorstand

unter anderem die Spitzenkandidaten Priska Hinz und Tarek Al-Wazir. Der Parteirat (Kleiner Parteitag) werde am Samstag (3. November) „eingehend über das Wahlergebnis beraten”, hieß es.

(dpa)

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