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Blick auf Mehrfamilienhäuser in der Innenstadt.

Gutachter: Immobilien auch in Corona-Krise gefragt

Auch die Corona-Krise hat den Immobilienboom in Hessen bislang nicht gestoppt. Im vergangenen Jahr wurden bei Immobilientransaktionen 26,2 Milliarden Euro umgesetzt - 3,3 Prozent mehr als 2019. Dabei kletterten die Preise im Schnitt weiter, wie der neue Bericht der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH) zeigt.

Frankfurt/Main - Etwa 70.000 Immobilien und damit ähnlich viele wie im Vorjahr wechselten die Besitzerin oder den Besitzer. Für den Bericht werteten die Experten notariell beurkundete Kaufverträge aus.

Ein gebrauchtes, freistehendes Einfamilienhaus in Hessen wurde laut dem am Montag veröffentlichten Bericht für durchschnittlich 400.000 Euro (2019: 390.000 Euro) verkauft. Für eine neue Eigentumswohnung mussten Käuferinnen und Käufer 2020 rund 3700 Euro pro Quadratmeter bezahlen nach 3600 Euro im Vorjahr. Eine bestehende Eigentumswohnung war im Schnitt für 2350 Euro je Quadratmeter zu haben (2019: 2200).

Über einen Zeitraum von zehn Jahren seien die Preise durchgängig gestiegen, schrieben die Experten. „Dieser langjährige Trend setzt sich auch während der Corona-Pandemie fort.“ Als Grund sieht die ZGGH die niedrigen Zinsen, die Immobilienkredite erschwinglich machen. Allerdings war der Gesamtumsatz bei den Transaktionen 2019 noch um 7 Prozent gewachsen, das Tempo des Anstiegs war also zuletzt gedämpft.

Wie schon in den Vorjahren prägten Städte im wirtschaftsstarken Rhein-Main-Gebiet 2020 das Immobiliengeschäft. So gab es laut dem Papier allein in der Stadt Frankfurt rund 4300 Käufe mit einem Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Es folgten Wiesbaden (2,5 Mrd) und der Landkreis Offenbach (1,7 Mrd). Aber auch im Norden Hessens gingen die Umsätze nach oben, so die Gutachter. dpa

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