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Hanauer Anschlag: 1000 Menschen bei Kundgebung zu Jahrestag

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Zum zweiten Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau haben sich am Samstagnachmittag nach Schätzungen der Polizei rund 1000 Menschen zu einer Kundgebung in der hessischen Stadt versammelt. Nach der zentralen Gedenkstunde auf dem Hanauer Hauptfriedhof kamen sie auf dem Marktplatz zusammen, viele hielten Schilder mit Bildern der Getöteten in die Höhe.

Hanau - Çetin Gültekin, dessen Bruder Gökhan zu den neun Opfern des Anschlags gehörte, sagte bei der Kundgebung: „Wir kämpfen für Erinnerung, für Gerechtigkeit, für Aufklärung und für Konsequenzen. Das tun wir für uns, und das tun wir, weil keine andere Familie nochmal dasselbe erleben soll. Das tun wir für Hanau. Und das tun wir für die ganze Gesellschaft.“

Die Hinterbliebenen stellten sich dem Rassismus entgegen, wo immer dies möglich sei. „Dem Rassismus, der tötet und uns unsere Liebsten genommen hat“, sagte Gültekin. Zugleich forderte er ein schärferes Waffenrecht, ein zentrales Mahnmal für die Anschlagsopfer auf dem Marktplatz und unbürokratische Hilfen für die Angehörigen. Es könne nicht sein, dass Betroffene von rassistischen Terroranschlägen in finanzieller Unsicherheit leben müssten und als Bittsteller auftreten müssten. dpa

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